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Feinbackwaren: Jede dritte Probe nicht in Ordnung

Neubrandenburg. (lallf) Im Jahr 2016 sind in Mecklenburg- Vorpommerns Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) 154 Proben Feine Backwaren mikrobiologisch auf Krankheitserreger und Hygieneindikatoren untersucht worden. Es handelte sich um verschiedenste Varianten von Erzeugnissen: von Sahneschnitten über Rumkugeln bis zu verschiedensten Cremetorten, zum Teil mit Nüssen oder Früchten.

Elf Proben fielen wegen zu hoher Keimgehalte auf. «Eine Probe davon war aufgrund einer Warnwertüberschreitung als gesundheitsschädlich einzustufen. Sie enthielt Listerien», sagt Birte Andreas, Dezernatsleiterin Mikrobiologie in der Lebensmitteluntersuchung des LALLF der Untersuchungsstelle in Neubrandenburg.

In zehn weiteren Proben wurden sogenannte Hygienenachweiskeime (zum Beispiel Enterobakterien, Escherichia coli) in Konzentrationen nachgewiesen, die für deutliche Hygienemängel bei der Herstellung oder der Abgabe der Feinen Backwaren sprechen.

In weiteren 37 Proben gab es Nachweise von Keimen in geringeren Mengen, die eine sogenannte Richtwertüberschreitung darstellten. Infolge solcher Ergebnisse wird dem Hersteller ein amtlicher Hinweis über das zuständige VLA zugestellt, um eventuelle Hygieneprobleme aufzuspüren und abzustellen.

Verursacht werden die mikrobiologischen Abweichungen in der Regel durch unzureichende Kühllagerung und Hygienemängel während der Her- oder Fertigstellung der Feinen Backwaren.
Bei unzureichender Kühlung können sich vorhandene Keime sehr schnell vermehren und zu einem mikrobiologischen Verderb des Lebensmittels führen. «2015 waren die Beanstandungszahlen ähnlich», vergleicht Andreas. «Die Hersteller sind aufgerufen, ihre Arbeiten hygieneseitig zu optimieren – eine strenge Hygienepraxis ist notwendig», unterstreicht sie.