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Resch+Frisch 2016: baut Gruppenumsatz erfolgreich aus

Wels / AT. (rfg) Im Geschäftsjahr 2016 konnte die Unternehmensgruppe Resch+Frisch den Umsatz erfolgreich ausbauen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg er um 8,23 Prozent und liegt nun bei 130,2 Millionen Euro (Plan: 122 Millionen Euro). Die Umsatzentwicklung im letzten Jahr ist sehr zufriedenstellend, in allen drei Vertriebsbereichen konnte eine sehr gute Entwicklung verzeichnet werden. «Unsere Qualitätsphilosophie mit Herkunftsgarantie der Rohstoffe bewährt sich in allen Bereichen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist eine Bestätigung unserer nachhaltigen Strategie», sagt Josef Resch.

Sicherer Arbeitsplatz für knapp 1.600 Menschen

Die Zahl der Mitarbeitenden liegt per Ende 2015 bei 1.550. Rund 1.000 davon sind in Oberösterreich beschäftigt. Integration ist bei Resch+Frisch gelebte Praxis, Mitarbeitende aus 44 Nationen arbeiten bei Resch+Frisch. Schulungen von Mitarbeitenden sind einer der Erfolgsfaktoren. Neben regelmäßigen Verkaufs- und Produktschulungen stehen auch Deutschkurse und Integrationsprojekte auf dem Programm.

Österreichische Qualität und engagierte Rohstoffpolitik

«Wirtschaftlich unsichere Zeiten führen dazu, dass Kunden verstärkt auf ehrliche und qualitativ hochwertige Produkte mit Rohstoffen aus Österreich zurückgreifen», sagt Josef Resch. Unser Qualitätssicherungsprogramm «Genuss – mit Sicherheit!» gewährleistet Herkunftsgarantie, Regionalität, Nachvollziehbarkeit, lückenlose Kontrolle, gentechnikfreies Saatgut und keine Vermischungen. Damit kann bei jedem Gebäck die Herkunft des Ursprungsgetreides nachgewiesen werden. Rund 350 österreichische Bauern sind jahrelange Resch+Frisch-Vertragspartner und bürgen dafür mit ihrem Namen.

Resch+Frisch startet Initiative für Ernährung mit Mehrwert

Unter dem Titel «Genuss mit Plus» hat Resch+Frisch Ende 2016 sein Sortiment rund um Ernährung mit Mehrwert weiter ausgebaut. Dafür wurden rund 600 VerkaufsmitarbeiterInnen aus allen drei Vertriebsbereichen ausführlich geschult. Der Verkauf der neuen Produkte ist bereits erfolgreich angelaufen. Beim Essen ist Individualität im Vormarsch – der Konsument ist auf der Suche nach dem Produkt, das genau zu ihm passt, ihm schmeckt und ihn gesund erhält. Gesundheit wird immer weniger als Schicksal verstanden, Konsumenten übernehmen Eigenverantwortung. In Sachen Backwaren setzt Resch+Frisch neue Maßstäbe und punktet mit innovativen Produkten. Brot und Gebäck kann echtes «Super-Food» sein. Jedes der neuen Genuss mit Plus-Produkte leistet einen besonderen Mehrwert für eine bewusste Ernährung.

Entwicklung der drei Vertriebsbereiche im Überblick

Gastro-Schiene weiter auf Expansionskurs: Das Interesse am Resch+Frisch-Gastro-System ist ungebrochen – seit beinahe 30 Jahren setzen vom traditionellen Wirtshaus bis zu bekannten Kunden, wie dem Hotel Sacher, dem Hotel Imperial in Wien, Stanglwirt in Going, Schloss Fuschl, dem InterContinental in Berlin, dem Strandlokal Buhne 16 auf Sylt, der Brauerei Forst in Südtirol oder McDonalds, auf Top-Qualität aus Österreich. Inzwischen beliefert der Welser Bäckereibetrieb rund 17.000 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe in elf Länder (Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz. Aufbau von Luxemburg, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Belgien, Niederlande und Dänemark).

Seit Anfang Dezember 2016 steht der Vertriebsbereich Gastro unter einer neuen Führung. Georg Resch, der 30-jährige Sohn von Eigentümer und Geschäftsführer der Resch+Frisch-Gruppe Josef Resch, ist als Geschäftsführer für die größte Marktdivision mit rund 17.000 Kunden und 330 Mitarbeitenden verantwortlich. Somit ist bereits ein Familienmitglied der vierten Generation in der Führungsmannschaft tätig. Georg Resch ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Die Entwicklungen im Monat Jänner mit perfekten Schneeverhältnissen und sehr guten Auslastungen in Tourismusregionen lassen große Zuversicht für ein erfolgreiches Jahr 2017 zu.

Der Markt Ober-Italien entwickelt sich ausgezeichnet. Im Sommer 2015 wurde die erste italienische Niederlassung in der Nähe von Vicenza eröffnet. Von dort aus werden die Gastronomie- und Hotelleriebetriebe der oberen Adria sowie die Region um Verona und Mailand beliefert. Exportschlager sind derzeit die Resch-Handsemmel sowie das Pizzasortiment – made in Austria. Innerhalb weniger Monate konnte der Kundenstock verdoppelt werden.

In Belgien/Antwerpen wurde kürzlich eine Niederlassung errichtet, auch hier besteht großes Interesse am Resch+Frisch-System. Erste Erfolge können auch bereits in Brüssel verzeichnet werden.

Neben den klassischen Produktbereichen (Brot, Gebäck, Mehlspeisen, Snacks und Pizza) wird in allen Ländern derzeit verstärkt die Produktlinie «Manufaktur» nachgefragt, höchste Qualität, ohne Zusatzstoffe, mit langer Teigführung. Die neuen Produkte des neuen Sortiments «Genuss mit Plus» laufen sehr gut an, in Österreich wird bereits eine starke Nachfrage verzeichnet. In Deutschland werden diese neuen Produkte auf der Messe Internorga in Hamburg Mitte März präsentiert.

Back’s Zuhause erobert weitere Haushalte in Österreich und Bayern: Das Vertriebskonzept von Back’s Zuhause mit kostenloser Hauszustellung hat sich sehr gut etabliert und beliefert bereits mehr als fünf Prozent der österreichischen Haushalte regelmäßig.

Auch im bayrischen Raum ist der Zuspruch sehr groß, regionale Produktanpassungen, zum Beispiel im Laugengebäck-Bereich, wurden vorgenommen.

Insgesamt können die Kunden aus mehr als 140 Produkten (Brot, Gebäck, Mehlspeisen, Snacks und Pizza, dem Manufaktur-Sortiment sowie den neuen «Genuss mit Plus»-Produkten mit Ernährungsmehrwert) wählen. Auswählbar und bestellbar im Produktkatalog oder im Online-Shop, welcher sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat und bereits rund elf Prozent des Umsatzes ausmacht (im Jahr 2016: 70.000 Bestellungen).

Der Mitte 2015 neu installierte Online-Shop für glutenfreie Produkte erfreut sich enorm großer Nachfrage im gesamten deutschen Bundesgebiet. «Wir haben mit dem Österreichischen wie auch mit dem Deutschen Zöliakie-Verband eine gute Kooperationsbasis, so erreichen wir diese Zielgruppe optimal», erläutert Josef Resch. Der Umsatz mit glutenfreien Produkten macht bereits 7,3 Prozent des Gesamtumsatzes von Back’s Zuhause aus.

Erste Marktanalysen für den Raum Frankfurt sind abgeschlossen, eine Niederlassung in Frankfurt bearbeitet bereits den Markt.

Bereich Einzelhandel OÖ und Salzburg – Herkunft Österreich und Manufakturprodukte im Fokus: Der Einzelhandel – unser Filialgeschäft in Oberösterreich und Salzburg behauptet sich auf einem stark umkämpften Markt. Durch die Übernahmen von sechs ehemaligen Ring-Filialen konnte das Filialnetz in Summe auf 46 Filialen (inklusive zehn mobile Filialen) erweitert werden. Die Entwicklung der Umsätze der ehemaligen Ring-Filialen in guten Frequenzlagen geben Anlass zur Freude (zum Beispiel Hauptbahnhof Linz, Bahnhof Attnang-Puchheim, Flughafen Salzburg). Das aktuelle Filialnetz:

  • In OÖ 23 eigene Bäckerei-Konditorei-Café Filialen
  • In Salzburg 13 Filialen unter der Marke Flöckner
  • Zehn mobile Filialen

«Jeder Supermarkt und jeder Diskonter führt bereits frisches Brot und Gebäck. Durch die Frische alleine kann man sich als Bäckerei-Fachgeschäft nicht mehr abheben», sagt Josef Resch. Daher wurde ein Sortiment für bewusste Ernährung und Lebensmittel-Unverträglichkeiten (Genuss mit Plus) entwickelt, die neuen Manufaktur-Produkte eingeführt und verstärkt in Mitarbeiterschulungen investiert.

«Im Filialbereich sehen wir im Zentralraum Oberösterreich noch Potenzial und werden daher unser Filialnetz an attraktiven Standorten mit zukunftsorientierten Filialkonzepten weiter ausbauen», sagt Josef Resch.

Auch die im April 2016 eröffnete Filiale an der Meixnerkreuzung in Leonding mit dem neuen Filialkonzept «Mehr als eine Bäckerei – Bäckerei-Konditorei-Brasserie» unter der Marke «Resch+Frisch  Liebesbrot» entwickelt sich sehr gut. Das vierte Standbein Brasserie, neben Bäckerei, Konditorei und Café, liegt voll im Trend und wird von den Kunden sehr gut angenommen. Weitere Filialen unter der Marke Liebesbrot sind nicht ausgeschlossen.

Filialen in Salzburg:: «Der Markt in Salzburg birgt großes Potenzial und dieses werden wir nutzen. Die Filialen entwickeln sich nach Plan», zeigt sich Josef Resch zuversichtlich. Auch das Segment der Firmenkunden (Belieferung mit mobilen Filialen) wird weiter ausgebaut.

Zukunftsprojekte für Expansionspläne

Projekt Gunskirchen: Das Ende 2015 käuflich erworbene ehemalige Schausberger-Werk in Gunskirchen, durch das neu gegründete Unternehmen Domus Real GmbH aus dem Besitz der Firma Mayr-Melnhof, wird bereits intensiv saniert und entwickelt. Mitte des Jahres werden die ersten Mitarbeitenden nach Gunskirchen siedeln, Ende des Jahres sollen erste Produktionsbereiche in Betrieb genommen werden. Das gesamte Areal wird der Resch+Frisch-Gruppe zur Umsetzung der Expansionspläne zur Verfügung stehen (Betriebsobjekt samt Betriebsflächen etwa 52.000 Quadratmeter Grundstück, davon 36.000 Quadratmeter Betriebsgebäude). Ausschlaggebend für den Erwerb waren folgende Gründe:

  • Resch+Frisch wird in allen drei Vertriebsbereichen (Gastronomie, Heimzustellservice und Einzelhandel / Filialgeschäft) in den nächsten zehn Jahren stark expandieren.
  • Produktionserweiterungen einzelner Herstellabteilungen sowie Erweiterungen von Dienstleistungsbereichen sind nötig. In einem Stufenplan werden in den nächsten fünf Jahren neue Herstellabteilungen und Dienstleistungsbereiche in Gunskirchen geplant und umgesetzt.

Ein völlig neues und einzigartiges Konzept von Agrarwelt und Besucherzentrum ist geplant. Am neuen Standort werden rund 250 neue Arbeitsplätze bis zum Endausbau im Laufe der nächsten Jahre entstehen.

Projekt Expansion in ferne Länder: Aufgrund der vielen weltweiten Anfragen gibt es bereits konkrete Überlegungen betreffend Know-How-Transfer in ferne Länder. Derzeit laufen Gespräche mit Vertretern aus unter anderem China, Indien und Iran. Dabei geht es nicht darum, fertige Produkte respektive das Resch+Frisch-System zu exportieren, sondern diese Länder mit dem langjährig erprobten Know How von Resch+Frisch auszustatten.

Unternehmenskennzahlen Resch+Frisch im Überblick

Umsatzentwicklung (alle Länder)

2011: 100 Millionen Euro
2012: 106,5 Millionen Euro
2013: 115,3 Millionen Euro
2014: 116 Millionen Euro
2015: 120,3 Millionen Euro
2016: 130,2 Millionen Euro (+8,23%)
2017: 135 Millionen Euro geplant

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Geschäftsbereich «Back’s Zuhause»

  • 170.000 Privatkunden in Österreich und im süddeutschen Raum
  • Neun Niederlassungen – davon sieben in AT und zwei in DE (Regensburg, Frankfurt)

Geschäftsbereich «Gastro»

  • 17.000 Kunden in Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Aufbau von Luxemburg, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Belgien, Niederlande, Dänemark.
  • 26 Vertriebseinheiten in AT und DE, neu Italien

Geschäftsbereich «Einzelhandel»

  • 21.000 Kunden täglich
  • Gesamt 46 Filialen (inklusive mobile Filialen) in OÖ und SBG
  • 23 Filialen in Oberösterreich und 13 Filialen in Salzburg Stadt
  • Zehn mobile Filialen in OÖ und Salzburg

Mitarbeitende

2011: 1.097
2012: 1.133
2013: 1.337 (per 01.01.2013 inklusive Flöckner)
2014: 1.320
2015: 1.489
2016 1.550 (per 31.12.2016)

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Fuhrpark

  • Tiefkühl-Autos in AT, DE, IT: 246
  • Fuhrpark gesamt: 470 LKW + PKW