Berlin. (bmelv) Mit einem Wert von 47,3 Milliarden Euro erwies sich der deutsche Agrarexport nach vorläufigen Ergebnissen im Krisenjahr 2009 relativ stabil. Während der Gesamtexport der deutschen Wirtschaft um 18,8 Prozent einbrach, mussten die deutschen Agrarexporteure nur moderate Einbußen von 4,8 Prozent verkraften. «Das ist immerhin das zweitbeste Ergebnis für deutsche Unternehmen nach dem Rekordjahr 2008. Der endgültige Wert der Agrarexporte 2009 wird voraussichtlich die 50 Milliarden Euro Marke erreichen», sagt Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär und Exportbeauftragter beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV (external link)). Wichtigste Agrarexportgüter waren Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Milch und Milcherzeugnisse. Aber auch die Exporte von Kakaoerzeugnissen (plus 5,0 Prozent) oder Zucker (plus 4,1 Prozent) hätten dem Wert nach zulegen können. Die Ausfuhren von Milch und Milcherzeugnissen entwickelten sich nicht so positiv. Grob gesagt verkauften die Exporteure mehr Ware für weniger Geld. «Unsere wichtigsten Abnehmer in der EU waren die Niederlande, Italien und Frankreich. Außerhalb der EU waren es Russland und die USA. Ansehnliche Steigerungen konnten auf Wachstumsmärkten mit großem Nachfragepotential erzielt werden - wie etwa China, Vietnam oder Indien. Das Exportvolumen befindet sich immer noch auf sehr niedrigem Niveau. «Die deutschen Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sind stark und nutzen ihr Potenzial», ist Müller sicher.