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100 Jahre Bäckerei Detter: Heimat im besten Sinn

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Bad Tölz. (eb) «Kulinarischer Ausflug in die Vergangenheit» lautet der Titel einer kleinen Reportage im »Merkur«. Text und Foto lesen sich weit besser als die Überschrift. Doch dazu später. Jedenfalls macht der Text neugierig auf die Bäckerei Detter in Bad Tölz. Wir entdecken einen authentischen Handwerksbetrieb, dem die Sinnlichkeit seines Handwerks nicht fremd geworden ist. Der sie lebt: Heimat zum Riechen, Fühlen und Schmecken in Oberbayern. Oder gleich deutschlandweit.

Schon das Foto in der Reportage fiel uns durch eine starke Bildsprache auf: Wie Michael und Anna Detter dort in vierter Generation stehen, den Brotschieber gemeinsam fest im Griff. Auf der Homepage weitere Fotos, von denen jedes einzelne eine eigene Geschichte erzählt: Das Einschießen von Brezen mit dem Schlagschieber. Das Wickeln der Hörnchen. Der Bäcker frühmorgens beim ersten Frühstück am Küchentisch.

Semmeln und Kleingebäck wie aus dem Lehrbuch. Baguette und Weißbrot, Spezial- und Mischbrot. Der Schwabenlaib die Krönung. Süßes für jeden Geschmack. Alles zusammen entsteht in der Backstube direkt hinter dem Laden. Filialen sucht man vergebens. «Über unser Angebot haben wir lange nachgedacht», sagen Michael und Anna Detter auf ihrer sorgfältig konzipierten Homepage.

Wir denken an die eingangs erwähnte Reportage – fast so schön und klug konzipiert wie Detters Website. Aber auch nur nur »fast«, denn Detters sind weit davon entfernt, die Menschen zu einem Ausflug in die Vergangenheit einzuladen. Sie sind nur ziemlich konsequent in der Auslegung ihres Begriffs von Handwerk. Das macht sie authentisch und stark. Das wär’s gewesen: »Handwerk im besten Sinn« (Foto: pixabay.com).