Freitag, 19. Juli 2024
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72% der 18- bis 64-Jährigen leben vom eigenen Broterwerb

Wiesbaden. (destatis) Im Jahr 2017 bestritten sieben von zehn Erwachsenen (72 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch ihre eigene Erwerbstätigkeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilt, waren das 37,0 Millionen Personen. Unterschiedlich hoch waren die Anteile bei Männern und Frauen: 78 Prozent der Männer und 66 Prozent der Frauen zwischen 18 und 64 Jahren lebten überwiegend von ihrer Erwerbstätigkeit.

4,8 Millionen aller 18- bis 64-Jährigen (neun Prozent) lebten 2017 hauptsächlich von öffentlichen Leistungen (ohne Renten und Pensionen). 13 Prozent nannten als Haupteinkommensquelle Einkünfte von Angehörigen (zum Beispiel von Partnerin oder Partner, Eltern). Das traf auf sieben Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen zu. Insgesamt waren das 6,5 Millionen Personen.

Für Personen im Alter von mindestens 65 Jahren waren 2017 Renten- und Pensionszahlungen die Haupteinkommensquelle (89 Prozent oder 15,1 Millionen Personen). Bei den Männern waren es 93 Prozent, bei den Frauen 86 Prozent. Jede zehnte Frau (zehn Prozent) in diesem Alter bestritt ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Einkünfte von Angehörigen (Männer: 0,5 Prozent).

Im Jahr 2000 hatten 63 Prozent der 18- bis 64-Jährigen angegeben, von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit zu leben; das waren 33,3 Millionen Personen. Bei 52 Prozent der Frauen und bei 74 Prozent der Männer war damals die eigene Erwerbstätigkeit die überwiegende Quelle des Lebensunterhalts. Vor 17 Jahren hatten, wie im Jahr 2017, rund neun Prozent der 18- bis 64-Jährigen überwiegend von öffentlichen Leistungen (ohne Rente und Pensionen) gelebt. Während damals sechs Prozent der Männer von den Einkünften ihrer Angehörigen lebten, waren es bei den Frauen 29 Prozent.