Sonntag, 2. Oktober 2022
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20200121-SUGAR

Agrana AG: zufrieden mit der Geschäftsentwicklung

Wien / AT. (ab) Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana Beteiligungs-AG ist mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2019/2020 bislang sehr zufrieden und erwartet für das gesamte Jahr einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit).

Überblick über die ersten drei Quartale 2019/2020

  • Umsatz: 1.879,4 Millionen EUR (+0,9 Prozent; Vorjahr: 1.863,5 Millionen EUR)
  • Ebit: 69,8 Millionen EUR (+9,9 Prozent; Vorjahr: 63,5 Millionen EUR)
  • Ebit-Marge: 3,7 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent)
  • Konzernergebnis: 43,1 Millionen EUR (+16,5 Prozent; Vorjahr: 37,0 Millionen EUR)
  • Eigenkapitalquote: 53,4 Prozent (28. Februar 2019: 59,0 Prozent)

Ausblick Gesamtjahr 2019/2020

  • Prognose für Gesamtjahr 2019/2020 mit deutlichem Ebit-Anstieg bestätigt und Umsatz leicht über Vorjahr
  • Investitionen deutlich über Abschreibungsniveau
  • Diversifikation und Spezialitäten sind Basis für stabile Unternehmensentwicklung

Nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2019/2020 hat der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana mit einem Ebit von 69,8 Millionen EUR das 12-Monatsergebnis des Vorjahres übertroffen. Dazu Agrana-CEO Johann Marihart: «Trotz zuletzt verbesserter Zuckerpreissituation, besonders auf den Spotmärkten in Osteuropa, belasten uns auch in der Rübenverarbeitungskampagne 2019 höhere Kampagnekosten, da Hitze und Trockenheit zu geringeren Rübenernten geführt haben. Im Segment Frucht verzeichnen wir stabile Umsätze, wobei wir bei Fruchtzubereitungen trotz höherer Absätze unter den ursprünglichen Erwartungen liegen. Das Segment Stärke profitierte vom hohen Preisniveau bei Bioethanol und sorgte mit seiner Ebit-Steigerung für die verbesserte Ergebnisentwicklung in der Gruppe gegenüber dem Vorjahr.»

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Segment Frucht: Der Umsatz im Segment Frucht betrug in den ersten drei Quartalen 889,3 Millionen EUR und entspricht damit dem Vorjahresniveau. Das Ebit in Höhe von 45,9 Millionen EUR lag mit 26 Prozent deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Verschlechterung stammt überwiegend aus dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen, wo mehrere Faktoren wie ein unter den Erwartungen gebliebenes Absatzwachstum, geringere Margen in Europa aber auch Einmaleffekte unter anderem im Rohstoffbereich sowie niedrige Vermarktungspreise für Äpfel in der Ukraine für den Ergebnisrückgang ausschlaggebend waren.

Segment Stärke: Der Umsatz im Segment Stärke in den ersten drei Quartalen ist gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent auf 606,9 Millionen EUR gestiegen. Mit einem Ebit in Höhe von 57,3 Millionen EUR übertraf das Segment Stärke das Vorjahresergebnis um 55,3 Prozent. Der sehr deutliche Ergebniszuwachs ist vorrangig auf den gestiegenen Marktpreis für Ethanol und auf höhere Absatzmengen bei Verzuckerungsprodukten sowie nativen und modifizierten Stärken zurückzuführen.

Segment Zucker: Der Umsatz im Segment Zucker ging in den ersten drei Quartalen mit 383,2 Millionen EUR um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Niedrigere Zuckerverkaufsmengen führten zu diesen geringeren Umsätzen. Das Ebit betrug -33,4 Millionen EUR, womit es gegenüber dem Vorjahr (-35,4 Millionen EUR) zu einer moderaten Verbesserung kam. Obwohl wie im Vorjahr auch in der Kampagne 2019 wieder in Folge geringerer Rübenernten erhebliche Leerkosten verbucht werden müssen, wirkten sich gegenüber dem Vorjahr höhere Zuckerverkaufspreise positiv auf das Ergebnis der Betriebstätigkeit aus.

Ausblick

Agrana erwartet für das Geschäftsjahr 2019/2020 weiterhin einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit). Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung leicht über dem Vorjahresniveau ausgegangen. Das Investitionsvolumen des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2019/2020 140 Millionen EUR und wird deutlich über dem Abschreibungsniveau von rund 110 Millionen EUR liegen. CEO Johann Marihart: «Das 40 Millionen EUR Projekt der Betain-Kristallisationsanlage in Tulln schreitet zügig voran und wird ab Juni für mehr Wertschöpfung im Segment Zucker sorgen. Die im vergangenen November eröffnete Weizenstärkeanlage II in Pischelsdorf ging erfolgreich in Betrieb und wird bereits im vierten Quartal 2019/2020 signifikante Produktmengen zu den Stärke-Absätzen beisteuern. Damit erlaubt es unser diversifiziertes Geschäftsmodell, den Ausblick eines im Vorjahresvergleich deutlich besseren Ebits für das Gesamtjahr 2019/2020 zu bestätigen» (Foto: pikrepo.com).

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