Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Agrarprodukte: Preisanstieg bei Getreide leicht gebremst

Wiesbaden. (destatis) Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im August 2022 um 34,5 Prozent höher als im August 2021. Im Juli 2022 hatte die Veränderungsrate bei +33,4 Prozent gelegen, im Juni 2022 bei +33,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Preise im August 2022 gegenüber dem Vormonat um 2,1 Prozent. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als für tierische Erzeugnisse (plus 44,1 Prozent). Im Juli 2022 lag die Veränderungsrate für pflanzliche Erzeugnisse bei +25,8 Prozent und für tierische Erzeugnisse bei +38,8 Prozent.

Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist auch in diesem Monat vor allem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im August 2022 lag der Preisanstieg beim Getreide um 39,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im Juli hatte die Preissteigerung noch 53,2 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat blieben die Preise im August unverändert.

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Obstpreise gesunken, Gemüse, Kartoffeln und Raps teurer

Die Erzeugerpreise für Obst waren im August 2022 um 9,0 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -21,3 Prozent.

Beim Gemüse (plus 10,0 Prozent gegenüber August 2021) stiegen insbesondere die Preise für Blumenkohl (plus 34,3 Prozent) und Gurken (plus 57,1 Prozent).

Der Preisanstieg für Speisekartoffeln betrug im August 2022 im Vergleich zum August 2021 +23,0 Prozent. Das Handelsgewächs Raps verteuerte sich im August 2022 um 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Juli 2022 hatte die Vorjahresveränderung noch +25,2 Prozent betragen.

Tierische Erzeugnisse um 44,1 Prozent teurer, Milch um 55,9 Prozent

Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im August 2022 um 44,1 Prozent über den Preisen vom August 2021. Der Milchpreis lag im August 2022 um 55,9 Prozent über dem Vorjahresmonat; im Juli 2022 waren es +51,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Damit setzte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei der Milch seit März 2021 kontinuierlich fort. Im Februar 2022 lag der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erstmals bei über 30 Prozent.

Bei den Preisen für Tiere gab es im August 2022 einen Preisanstieg von 35,5 Prozent im Vergleich zum August 2021. Im Juli 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 29,0 Prozent betragen. Dabei stiegen die Preise für Rinder im August 2022 um 25,3 Prozent, die der Schlachtschweine um 42,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Geflügel lagen im August 2022 um 36,6 Prozent höher als im August 2021. Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere der Preisanstieg bei Hähnchen (plus 39,9 Prozent) (Grafik: Destatis – Foto: pixabay.com).

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