Donnerstag, 18. Juli 2024
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Aleph Alpha: KI-Startup erhält mehr als 500 Millionen Euro

Heidelberg. (aa) Die Aleph Alpha GmbH, eines der führenden Unternehmen im Segment der erklärbaren und vertrauenswürdigen Künstlichen Intelligenz (KI), hat den erfolgreichen Abschluss seiner Serie-B-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Das Unternehmen mit Sitz in Heidelberg erhält mehr als 500 Millionen US-Dollar an Zuwendungen von einem Konsortium aus insgesamt sieben neuen Investoren sowie bestehenden Investoren aus früheren Runden.

Das Konsortium wird vom Innovation Park Artificial Intelligence (Ipai), Bosch Ventures und den Unternehmen der Schwarz Gruppe angeführt. Weitere neue Investoren sind die Berliner Christ+Company Consulting, das globale Edge-to-Cloud-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise und der europäische Marktführer für Softwaretechnologie SAP sowie Burda Principal Investments. Bestehende Investoren beteiligen sich ebenfalls und vervollständigen die überzeichnete Runde. Alle an dieser Finanzierungsrunde beteiligten Parteien spielen eine wesentliche Rolle bei der Verwirklichung des Ziels von Aleph Alpha, souveräne KI-Lösungen für Unternehmen und Behörden bereitzustellen.

Das Heidelberger KI-Startup Aleph Alpha sammelt in der zweiten Finanzierungsrunde mehr als 500 Millionen Euro ein. Im Bild von links: Dr. Utz-Uwe Haus, Head of HPE HPC-AI EMEA Research Lab; Harald Christ, Chairman Christ+Company; Thomas Saueressig, Vorstandsmitglied der SAP; Dr. Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH; Dr. Robert Habeck, Bundesminister und Vizekanzler; Jonas Andrulis, CEO und Gründer Aleph Alpha; Rolf Schumann, CEO Schwarz Digits; Dr. Florian Stegmann, Chef der Staatskanzlei Baden-Württemberg (Bildrechte: Mark Bollhorst).20231106-ALEPH-ALPHA

Die Gesamtzuwendungen belaufen sich auf mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar und umfassen ein beträchtliches Investitionspaket für die angewandte Forschung durch den Ipai sowie Zusagen zur gemeinsamen Geschäftsentwicklung, Co-Innovation und Anwendung der Technologie. Diese beinhalten umfangreiche Vereinbarungen über garantierte Abnahme von Lizenzpaketen durch das Konsortium, um die Skalierung des Geschäftsmodells von Aleph Alpha voranzutreiben.

Dieses Engagement bildet die Grundlage für Aleph Alpha, um die eigene KI-Forschung voranzutreiben und die Entwicklung und Kommerzialisierung von generativer KI für die anspruchsvollsten und kritischsten Anwendungen in datenschutzsensiblen Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen, Recht, Verwaltung und Sicherheit zu intensivieren. Aleph Alpha wird weitere wichtige akademische Kooperationen aufbauen und sich weiter für die Reproduzierbarkeit und Nutzung von Innovationen durch Open Source einsetzen.

«Mit dieser jüngsten Investition werden wir unsere Fähigkeiten weiter ausbauen und unseren Partnern ermöglichen, an der Spitze dieser technologischen Entwicklung zu stehen. Um Kunden zu unterstützen, wird Aleph Alpha sein Angebot kontinuierlich erweitern und dabei die Unabhängigkeit und Flexibilität für Kunden in Bezug auf Infrastruktur, Cloud-Kompatibilität, On-Premise-Support und hybride Setups aufrechterhalten. Die laufenden Entwicklungsprojekte werden Schnittstellen und Anpassungsmöglichkeiten umfassen, die auf geschäftskritische Anforderungen zugeschnitten sind. Für Kunden in sensiblen Verantwortungsbereichen und in strategischen Umgebungen, für die Souveränität eine zentrale Rolle spielt, werden wir weiterhin die beste Option sein», sagt Jonas Andrulis, CEO und Gründer von Aleph Alpha, über die erfolgreiche Serie-B-Runde.

Deutschland als zentraler Standort für die internationale Expansion von erklärbarer und vertrauenswürdiger souveräner KI

Die deutliche Erweiterung der Fähigkeiten von Large Language Models durch ein europäisches Unternehmen ermöglicht es, sowohl öffentlichen und staatlichen Stellen als auch Unternehmen KI in einem souveränen Umfeld zu entwickeln und einzusetzen, da Aleph Alpha Datenschutz und Sicherheit mit einzigartigen Möglichkeiten der Erklärbarkeit und Individualisierung kombiniert.

«Aleph Alpha wird die Zukunft der generativen KI gestalten und neue Standards für diese Schlüsseltechnologie setzen. Damit passt Aleph Alpha perfekt zu unseren souveränen Cloud- und Cyber Security-Angeboten STACKIT und XM Cyber. Mit dieser Technologie können wir unsere digitalen Services weiter optimieren – sowohl für die Unternehmen der Schwarz Gruppe als auch für unsere externen Kunden», ergänzt Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits.

Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig. Sie zu erforschen und verantwortungsbewusst einzusetzen ist der Grund dafür, warum die Unternehmen der Schwarz Gruppe in Aleph Alpha investieren. «Wir wollen Vertrauen in diese Technologie aufbauen und sie noch stärker in den Alltag integrieren», ergänzt Schumann in einer separaten Mitteilung. Die Technologie von Aleph Alpha erfüllt die Anforderung der Schwarz Gruppe an Souveränität im Sinne der Unternehmenswerte und passe perfekt zu den souveränen Cloud- und Cyber-Sicherheitslösungen aus Neckarsulm. Ziel ist, das Kundenerlebnis nachhaltig zu verbessern und die Arbeitsabläufe der Mitarbeiter zu erleichtern.

«Die aktive Weiterentwicklung der generativen KI wird für die technologische Souveränität Europas entscheidend sein. Deshalb erschließen wir bei Bosch Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle und gestalten diese Zukunftstechnologie gemeinsam mit anderen Unternehmen wie Aleph Alpha maßgeblich mit», sagt Dr. Tanja Rückert, GF und Chief Digital Officer der Robert Bosch GmbH.

«Wir sind begeistert von dem unglaublichen Potenzial der Technologie und den Möglichkeiten, die eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine bietet. Unser kommerzieller Erfolg motiviert uns, weiter zu wachsen, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen und weiter zu den führenden Teams im Bereich der generativen KI zu gehören. Unsere Partner sind Branchenführer, die ein enormes Potenzial für Innovation und Skalierung bieten. Wir wollen diese Partnerschaften zu einer Spitzenposition in ihren jeweiligen Branchen ausbauen. Unsere einzigartige Technologie für Erklärbarkeit und Vertrauenswürdigkeit spielt dabei eine große Rolle», sagt Jonas Andrulis abschließend.