Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Ankerbrot: wenig kooperativ gegenüber ASC und WWFF

Wien / AT. (wbat) Auch der WebBaecker backnetz:eu haben an dieser Stelle schon gerätselt, ob die Bäcker nun umziehen. Oder nicht? Die Rede ist von der Wiener Ankerbrot AG und der Räumungsklage, die die Großbäcker seit Januar am Hals haben (siehe WebBaecker 03/2009). Der Fall zehrt jedenfalls an den Nerven von Herbert Putz, Chef der Liegenschaftsverwaltung ASC, lesen wir im Wirtschaftsblatt: «Einen Tag sieht es so aus, als würden wir einer Lösung näher kommen, doch beim nächsten Verhandlungstermin ist schon wieder alles anders». Putz ist von einem Bankenkonsortium beauftragt, die Ankerbrot-Liegenschaften in Wien-Favoriten zu entwickeln. Für 200 Millionen Euro sollen dort Wohnungen und Büros entstehen. Doch Ankerbrot denkt gar nicht daran, das Feld zu räumen, obwohl der Pachtvertrag ausgelaufen ist. Alle Bemühungen des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, der Anker-Eigentümerfamilie Ostendorf einen Standortwechsel mit großzügigen Förderungen schmackhaft zu machen, sind fehl geschlagen. Die Räumungsklage läuft, damit die Banken ihre Ansprüche nicht verlieren. «Doch wir können die Ankerbrot-Mitarbeiter schlecht aus der Fabrik herraustragen», sagt selbst Putz. Um die rund 800 Arbeitsplätze nicht zu gefährden, hätten die Banken nun vor, den Pachtvertrag noch einmal um drei Jahre zu verlängern. Doch selbst dies stoße bei Ostendorfs auf taube Ohren. Auch beim Wiener Wirtschaftsförderungsfond (WWFF) ist Ernüchterung eingetreten. «Wir haben Ankerbrot Alternativen zum Standort in Favoriten auf dem Silbertablett serviert. Mehr können wir nicht tun. Es gibt auch so etwas wie unternehmerische Verantwortung», sagt ein WWFF-Sprecher gegenüber der Zeitung.

backnetz:eu
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