Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Ansichtssache: die Vorteile von «Analogkäse»

München. (as) Die Aufregung um das Thema Analogkäse sei weitgehend unbegründet, schreibt die «Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt». Die Alternativen zu Käse aus Milch könnten einen wertvollen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz leisten. Zudem gebe es gesundheitliche Vorteile. Die Milchindustrie schlägt derzeit Alarm, weil nicht alles aus Käse ist, was aus Käse zu sein scheint. Richtig ist: Verbraucher sollten ehrlich informiert werden – doch auch über die Vorteile, die die Verwendung von Analogkäse mit sich bringen kann, betont die Stiftung. Analogkäse hat zum Beispiel weniger Kalorien und weniger gesättigte Fettsäuren als das Milchprodukt. Kommt der Käse-Ersatz ganz ohne Milchbestandteile aus, profitieren auch diejenigen, die unter Laktose-Intoleranz leiden oder Milchprodukte aus ethischen Gründen ablehnen. Analogkäse hat zudem einen Klimabonus: Milchkühe produzieren große Mengen des Treibhausgases Methan. Für die Produktion von einem Kilo Käse werden oft mehr als zehn Liter Milch benötigt. Damit gehört Käse zu den klimaschädlichsten Nahrungsmitteln überhaupt. Und nicht zuletzt sind immer weniger Kühe auf den Weiden zu sehen, weil die modernen Hochleistungstiere so überzüchtet sind, dass sie vermutlich ins Koma fielen, böte man ihnen Gras statt konzentriertem Kraftfutter an. Vieles spreche dafür, das Thema nicht so sehr hochzukochen wie es die Interessensgruppen aus der Milchwirtschaft derzeit tun. Analogkäse sei herkömmlichem Käse in vielen Punkten überlegen – sagt Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

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