Freitag, 23. April 2021
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Arbeitskosten: in Deutschland ein Drittel teurer

Köln. (iw) Obwohl die industriellen Arbeitskosten in Westdeutschland seit 2000 nur leicht gestiegen sind, liegen sie um 31 Prozent über dem Niveau fortschrittlicher Volkswirtschaften. Das geht aus Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Demnach zahlen westdeutsche Industriefirmen 35,22 Euro je Arbeitnehmerstunde. Einschließlich der Arbeitskosten in Ostdeutschland von 20,75 Euro pro Arbeitnehmerstunde lande Deutschland damit international auf dem sechsthöchsten Rang. Nur in Norwegen, Belgien, der Schweiz, Schweden und Dänemark müssten die Unternehmen mehr Geld für Löhne und Lohnnebenkosten aufbringen. Von 2000 bis 2008 haben sich die industriellen Arbeitskosten in Westdeutschland nach Angaben aus dem IW um 2,3 Prozent erhöht, im Osten um 2,4 Prozent. Das sei ein moderater Anstieg: Der Zuwachs sei nur in Japan und in der Schweiz geringer ausgefallen. Französische Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes hätten in den vergangenen acht Jahren ein jährliches Kostenplus von 3,4 Prozent verkraften müssen. In den USA habe sich das Plus auf 3,7 Prozent belaufen und in Großbritannien gar auf 4,4 Prozent.