Dienstag, 27. Oktober 2020
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20200720-ZEITUNGEN

Aryzta AG: erwartet weiterhin holprige Erholung

Zürich / CH. (aag) Die Aryzta AG steuert weiterhin besonnen durch die Ungewissheiten der Covid-19-Pandemie. Der Backwarenkonzern hat im Juli eine weitere Verbesserung des Umsatztrends für das Unternehmen verzeichnet und geht derzeit von einer organischen Umsatzentwicklung von etwa minus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr für den bisherigen Kalendermonat bis zum 25. Juli 2020 aus – gegenüber minus 23 Prozent im Juni, minus 36 Prozent im Mai und minus 49 Prozent im April 2020.

In Europa befinden sich die meisten Volkswirtschaften wieder auf dem Weg aus dem Lockdown, doch in einigen Ländern besteht die Sorge vor einer zweiten Welle von Restriktionen bis hin zum Lockdown. Die Entwicklung der monatlichen Einnahmen liegt jetzt bei ungefähr minus 20 Prozent. QSR und Einzelhandel verbessern sich allmählich, während der Bereich Foodservice immer noch deutlich rückläufig ist, berichten die Großbäcker in Bezug auf ihre Liquiditätslage.

In Nordamerika verbessern sich die Verkaufszahlen, sind jedoch nach wie vor Schwankungen unterworfen, da einige Staaten und Großstädte die Beschränkungen wieder einführen. Die monatliche Umsatzentwicklung liegt hier bei etwa minus 15 Prozent. QSR und Einzelhandel sind nach wie vor relativ stark, während das Gaststättengewerbe nach wie vor stark von Covid-19-bezogenen Beschränkungen betroffen ist.

Im Geschäftsbereich Übrige Welt liegt die Entwicklung der monatlichen Einnahmen bei etwa minus 20 Prozent. Ähnlich wie in allen anderen Regionen ist der Foodservice nach wie vor negativ betroffen. Die Leistung in Brasilien verbessert sich, bleibt aber weiterhin eine Herausforderung, während die Besorgnis über die Auswirkungen einer zweiten Infektionswelle in Australien und Japan wächst.

Seit die Folgen von Covid-19 ab Mitte März sichtbar wurden, hat das Management entschiedene Maßnahmen zum Schutz und zur Maximierung der Liquidität ergriffen. Dazu gehörte die Unterbrechung der Produktion in Bäckereien, um die Kapazität entsprechend der Nachfrage zu reduzieren, die Freistellung von Mitarbeitern, die Inanspruchnahme von Hilfsinitiativen durch Regierungen, die Aussetzung von Investitionsausgaben und die weitestgehende Eliminierung diskretionärer Kosten.

Während die Restriktionen auf den Märkten jetzt gelockert werden und dafür mehr örtlich begrenzte Vorschriften auftauchen, hat Aryzta die Produktion durch angepasste Schichtmuster nach oben angepasst. Viele Linien arbeiten jedoch immer noch mit reduzierter Kapazität:

  • In Europa pausiert nur noch eine einzige Bäckerei vollständig, verglichen mit drei am 30. April, während 69 von 83 Linien derzeit in Betrieb sind.
  • In Nordamerika pausiert ebenfalls nur noch eine einzige Bäckerei vollständig, verglichen mit fünf am 30. April, während 63 von 70 Linien derzeit in Betrieb sind.
  • Insgesamt sind bei Aryzta noch rund 14 Prozent der Mitarbeitenden beurlaubt, gegenüber etwa 30 Prozent am 30. April.

Aryzta verwaltet die Kapazitäten weiterhin aktiv, um der sukzessive verbesserten Nachfrage gerecht zu werden. Die Großbäcker erwarten eine weiterhin holprige Erholung in den kommenden Monaten.

Liquidität

Mit dem Fokus der Gruppe auf die Erhaltung der liquiden Mittel hält Aryzta am 31. Juli eine Liquidität von mehr als 415 Millionen Euro aufrecht, verglichen mit 370 Millionen Euro am 25. Juni, was über den früheren Erwartungen liegt. Dies steht im Einklang mit den internen Erwartungen, dass die Gruppe das Jahr mit einer insgesamt guten Liquiditätsposition abschließen wird. Aryzta hat in den nächsten 13 Monaten keine wesentlichen Fälligkeiten zu bedienen (17 Millionen Euro fällig in März 2021).

Gesundheit + Sicherheit

Mit höchste Priorität für den Aryzta-Vorstand und Exekutivausschuss hat nach wie vor die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kollegen, Kunden und Lieferanten in dieser Zeit ohne Beispiel. Der Konzern beobachtet die Situation gemeinsam mit den wichtigsten Interessengruppen kontinuierlich und bewertet aktiv die Folgen der staatlichen Reaktionen auf Covid-19 innerhalb der verschiedenen Kanäle und gestaltet so die Lieferkette effektiv. Das Unternehmen konzentriert sich speziell auf die Sicherheit seiner Mitarbeitenden, besonders dort, wo und wann Beschäftigte im Unternehmen ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen. Der Konzern konzentriert sich weiterhin darauf, dass in allen Produktionen die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards in voller Übereinstimmung mit den verstärkten Covid-19-Protokollen gelten und Anwendung finden (Foto: pixabay.com).