Freitag, 14. Juni 2024
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Attraktiv: Förderprogramm «Energieberatung im Mittelstand»

Berlin. (bmwi) In dieser Woche wurde die neue Richtlinie für das Programm «Energieberatung im Mittelstand», die ab 2015 in Kraft tritt, im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die unabhängige Beratung hilft Informationsdefizite abzubauen, Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und damit Energieeinsparungen zu realisieren. Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI): «Wir wollen Unternehmen noch umfassender als bisher in die Lage versetzen, durch Investitionen in Energieeffizienz Energiekosten zu sparen. Die neue Richtlinie setzt größere Anreize für eine qualifizierte Beratung und für fachmännische Hilfe bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Höhere Zuschüsse sollen die Zahl der durchgeführten Energieberatungen erhöhen und vor allem die Investitionen in effiziente Technologien in KMU weiter voranbringen». Die neue Richtlinie hebt den Zuschusshöchstbetrag für die Energieberatungen auf 8.000 Euro an. Erstmals kann auch eine Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durch den Energieberater und ein Konzept zur Nutzung von Abwärme gefördert werden. Kleine Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten erhalten ein gefördertes Beratungsangebot mit einem Höchstbetrag von 800 Euro. Um einen höheren Beratungsstandard sicherzustellen, werden künftig nur noch Energieberatungen gefördert, die den Anforderungen an «Audits» nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie entsprechen. Die Durchführung wird künftig nicht mehr bei der KfW, sondern beim BAFA liegen, wo online ein Antrag gestellt werden kann. Von 2008 bis 2013 wurden im Rahmen des Programms «Energieberatung im Mittelstand» rund 17.000 Unternehmen beraten. Aus der Beratung induzierte Investitionen belaufen sich auf 0,7 bis 1,4 Milliarden Euro und haben zu Energieeinsparungen von 1,5 bis 2,7 Terawattstunden geführt. Jeder Euro öffentliche Ausgaben führt zu 16 bis 29 Euro private Investitionen. Weitergehende Infos zur aktuellen Energiepolitik gibt es im alle zwei Wochen erscheinenden Newsletter «Energiewende direkt».