Außer-Haus-Verzehr: Wirtschaftslage belastet den Konsum

Berlin. (bve) Die Ausgaben für den Außer-Haus-Konsum in Deutschland sind im 1. Quartal 2009 (Q1/2009) im Vergleich zum Q1/2008 um 3,1 Prozent gesunken. Die Zahl der Besuche fiel um 4,5 Prozent, die Ausgaben je Besuch stiegen im Schnitt um 1,5 Prozent, meldet das CREST (Consumer Reports On Eating Share Trends) Verbraucherpanel der npdgroup Deutschland. Dies ist die schlechteste Entwicklung je Quartal seit 2002 und nach einem Rückgang um 0,8 Prozent im Q4/2008 ein erneut starker Einschnitt für diesen Absatzmarkt. Mit Abstand am stärksten betroffen vom Negativtrend waren Hotellerie und Vollservice- Gastronomie. Im Vergleich zum Q1/2008 belaufen sich die Einbußen auf minus 4,6 Prozent. Im Gegenzug verloren die Segmente Erlebnisgastronomie 4,0 Prozent, Verpflegung am Arbeitsplatz 2,8 Prozent und Quick-Service 0,8 Prozent. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass in Krisenzeiten Konsumenten allgemein zwar weniger außer Haus essen, sich der Konsum tendenziell jedoch vom Vollservice auf preiswertere Alternativen verlagert. Bereits über 2008 hinweg zeichnete sich im Außer-Haus-Markt eine rückläufige Entwicklung ab. Ende 2008 lag der Umsatzzuwachs jedoch noch bei plus einem Prozent. Der rückläufige Trend im Außer-Haus-Markt lässt sich vornehmlich auf die aktuelle Stimmungslage in Deutschland zurückführen. Für das Q1/2009 kommt hinzu, dass das für die Gastronomie wichtige Ostergeschäft in den April fiel. Aktuelle CREST-Ergebnisse zeigen noch keine Trendwende im Q2/2009. Die private Nachfrage in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung fiel im Mai jedoch nur um 1,1 Prozent gegenüber dem Q2/2008 – eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Entwicklung der Vormonate (Quelle).