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Bäckerei Ebner kämpft mit den Strukturveränderungen

Klagenfurt / AT. (ksv) Über die Bäckerei Ebner und Mitarbeiter GmbH hat das Landesgericht Klagenfurt ein Insolvenzverfahren eröffnet, schreibt der Kreditschutzverband KSV1870 aus Wien. Neben dem Hauptsitz in Bad Bleiberg zählt die Bäckerei zwei weitere Betriebsstandorte, davon einer im Spar-Markt in Afritz und der andere als Kiosk vor dem LKH Villach. Von der finanziellen Schieflage betroffen sind nach KSV-Angaben 22 Dienstnehmer und rund 50 Gläubiger. Den Passiva von rund 1,2 Millionen Euro stehen Aktiva in Höhe von etwa 0,7 Millionen Euro gegenüber – exklusive Liegenschaftsvermögen.

Zu den Gründen für das Insolvenzverfahren erklärt die Bäckerei Ebner: «Die Gesellschaft wurde 1996 errichtet und konnte über viele Jahre positiv geführt werden. Die Bäckereisparte ist weiterhin (knapp) positiv. Die «Spar Märkte» und der geführte «Kiosk» haben sich nicht positiv entwickelt. Die Spannen im Lebensmittelhandel sind so gering und die Personalkosten inzwischen so hoch, dass es de facto unmöglich erscheint, in einem von Konzernen beherrschten Marktumfeld auf Dauer zu bestehen. Im Jahr 2017 wurde ein Verlust verbucht welcher 2018 nicht gestoppt werden konnte».

Nach ergänzenden Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) wird die hauptsächliche unternehmerische Tätigkeit in Bad Bleiberg ausgeübt. Dort sind elf Mitarbeiter tätig. Daneben gibt es den Spar-Markt in Afritz, wo sieben Mitarbeiter beschäftigt sind und den LKH-Kiosk in Villach mit vier Mitarbeitern. Initialzündung für das Insolvenzverfahren war wohl ein schwerer Verkehrsunfall des Geschäftsführers, in dessen Folge er seiner Tätigkeit nicht mehr ausreichend nachkommen konnte.