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Bäckerei Fork: Traditionsbetrieb geht in die Knie

Bochum. (ag) Die Bäckerei-Konditorei W. Fork GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Renate Rehberg-Fork und Rudi Rehberg, hat vor dem zuständigen Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Bochum den Rechtsanwalt Manfred Gottschalk aus Herdecke. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst in vollem Umfang fortgeführt werden. Die Löhne und Gehälter der rund 190 Mitarbeitenden sind durch das Insolvenzgeld bis Ende Juli gesichert. Rico Rehberg, Bäckermeister und Juniorchef, strebt nach Angaben der Regionalpresse die Fortführung des Unternehmens an. Gegründet 1900 in Bochum-Riemke, zählt die Bäckerei Fork heute um die 190 Mitarbeitende und damit zu den Marktführern im Ruhrgebiet. 15 Lieferfahrzeuge sorgen dafür, dass die über 40 Filialen in der Region mit frischen Erzeugnissen aus Bäckerei und Konditorei versorgt werden. Qualität und Tradition seien nicht mehr gefragt, sagt Rico Rehberg gegenüber der WAZ. Seit Jahrzehnten stemme sich das mittelständische Bäckerhandwerk gegen die (bekannten …) Entwicklungen. Besonders die Strategie der Discounter, das Geschäft mit Brot und Gebäck zunehmend in Eigenregie und mit kleinen Preisen zu führen, habe die Bäckerei Fork jetzt schlicht in die Knie gezwungen.