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Bäckerei Hannen: meldet zum zweiten Mal Insolvenz an

Mönchengladbach. (eb) Über das Vermögen der Bäckerei Hannen GmbH + Co. KG hat das Amtsgericht Mönchengladbach am 29. Januar das Insolvenzverfahren eröffnet. Persönlich haftender Gesellschafter ist Herbert Thadäus Hannen aus Mönchengladbach. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Andreas Budnik, ebenfalls aus Mönchengladbach.

Das ist nicht das erste Mal, dass der einst erfolgsverwöhnte Traditionsbetrieb in eine finanzielle Krise gerät. 2011 war das Unternehmen schon einmal als Hannen Bäckerei Konditorei Cafe GmbH ins Schlingern geraten. Damals zählte der Betrieb laut Homepage zwölf Backshops und drei Cafe-Bistros-Restaurants. Die Homepage ist nicht mehr am Netz.

Gegründet 1954 von Herbert Hannen senior und dessen Frau Maria, übernahm Herbert Hannen junior die Geschäfte 1985. Gemeinsam mit seiner Frau Susanne setzte er auf vorsichtige Expansion. Zudem ist das Unternehmen in der Vergangenheit mehrfach für sein langjähriges soziales Engagement und verschiedene Ausbildungsinitiativen geehrt worden. Hannen soll zeitweise bis zu 23 Verkaufsstellen gezählt haben, bis Hannen sein Filialnetz erstmals 2010 deutlich zurechtstutzte.

Das Insolvenzverfahren 2011 tat sein Übriges und Hannen überstand es leidlich «gerupft» – geschrumpft auf vier Filialen. Den Löwenanteil – sieben Filialen – übernahm die Bäckerei Schneider GmbH aus dem Erftkreis – mit aktuell über 110 Filialen.

Neben dem Hauptgeschäft betreibt die Bäckerei Hannen heute fünf Filialen. Löhne und Gehälter der ungefähr 30 Mitarbeitenden sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzausfallgeld gesichert. Eine Prognose, ob und wie die Bäckerei Hannen erhalten bleiben kann, will noch kein Beteiligter abgeben.

Vorangegangene Meldungen zur Bäckerei Hannen

Hannen rutscht ins Insolvenzverfahren (2011-07-02)
Schneider übernimmt sieben Hannen-Filialen (2011-11-01)