Montag, 6. Februar 2023
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Bäckerei-Konditorei Raab: Klappern gehört zum Handwerk

Rhein-Pfalz-Kreis. (dri) Klein und fein, aber auch »oho« geht es zu bei der Bäckerei-Konditorei Raab in Lambsheim-Heßheim. Gegründet 1957, führt Bäckermeister Rudolf Raab das Unternehmen seit 1989 mit seiner Frau Katja Raab. Gemeinsam navigieren sie den kleinen Familienbetrieb geschickt an den Klippen vorbei, mit denen sich das handwerkliche Unternehmertum heute wie bekannt auseinandersetzen muss. Die Kinder Lara und Leon wuchsen im Betrieb auf und neben den üblichen Verpflichtungen finden die Raabs auch noch Zeit fürs Ehrenamt.

Klappern gehört zum Handwerk. Rudolf Raab lässt deshalb keine Gelegenheit ungenutzt, auf sein Unternehmen und vor allem sein Team hinzuweisen. Eine der jüngsten Gelegenheiten bot ihm Gitta Connemann, seit Dezember 2021 Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und seit Mai 2022 Botschafterin des Deutschen Brotes. Die gelobte, sich fürs Bäckerhandwerk einzusetzen: »Ich werde versuchen, möglichst viele von Ihnen zu besuchen«, versprach sie bei ihrer Ernennung zur Brot-Botschafterin. Rudolf Raab, Inhaber der gleichnamigen Bäckerei in Heßheim, nahm sie beim Wort und lud sie in seine Backstube ein. Am Morgen des 10. Januars war es soweit und es gab hohen Besuch in der familiengeführten Bäckerei-Konditorei.

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Gitta Connemann nutzte die Gelegenheit, um Probleme, Chancen und Unternehmensziele zu erfragen. Bäckermeister Raab zeigte der sehr interessierten Brot-Botschafterin zunächst den Verkaufsraum. Schnell war das Interesse für Spezialitäten geweckt. Connemann freute sich über den regen Geschäftsbetrieb. Sie legte ein klares Bekenntnis zum Handwerk ab und lobte, auch in der Bäckerei Raab, die Kreativität und das soziale Engagement der Bäcker. Die Duale Ausbildung identifiziert sie eindeutig als Garantin für Qualität.

Das Kulturgut Brot: Abendbrot, Brotzeit – sind Worte, die es nur im Deutschen gebe. All das zeige doch, wie wichtig Brot für die Menschen und den Zusammenhalt von Familien und Gesellschaft ist. Connemann erkennt den Wert des Brotes und spricht auch deutlich den Preis an. Wenn es nach ihr ginge, müsse »Bäcker drin sein, wo Bäcker draufsteht«. Das andere seien doch »nur Bräunungsstudios«.

Immer der Nase nach, führten der Duft von Brot und Gebäck Gitta Connemann alsbald in die Backstube, wo sie schnell mit den Mitarbeitenden ins Gespräch kam. Sie interessierte sich für die Werdegänge und selbstverständlich für das Handwerk an sich. Nachdem sie diverse Knet- und Wirkvorgänge beobachtet hatte, kam sie um eine selbstgedrehte »Connemann-Brezel« nicht herum – die schließlich auch gelang.

Viele Informationen, Eindrücke und Ausblicke waren das an diesem Morgen, die die Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion gemeinsam mit dem »Team Raab« austauschte und mitnahm zum nächsten Termin – natürlich auch die »Connemann-Brezel« (Fotos: Bäckerei Konditorei Raab).

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