Sonntag, 25. Februar 2024
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Ballaststoffe: sind nach Herzinfarkt besonders wichtig

Bonn. (aid) Nach einem Herzinfarkt ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Wer reichlich Ballaststoffe isst – vor allem aus Getreide – kann das Sterberisiko deutlich senken. Das lassen die Resultate einer US-amerikanischen Studie um eine Wissenschaftsgruppe der Universität Harvard vermuten, schreibt der aid Infodienst aus Bonn. Für die Untersuchung wurden Daten von rund 4.000 Menschen ausgewertet, die einen ersten Herzinfarkt erlitten hatten. Die Probanden machten regelmäßig in Fragebögen ausführliche Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten. In den folgenden neun Jahren starben 1.133 Patienten, davon 558 an einem Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer nach einem Herzinfarkt besonders auf eine ballaststoffreiche Kost achtete, hatte ein um 25 Prozent geringeres Sterberisiko. Eine Steigerung des Ballaststoffverzehrs um täglich zehn Gramm verringerte die Sterbewahrscheinlichkeit im Untersuchungszeitraum um 15 Prozent. Für Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, koronare Herzkrankheit) war die Mortalität um 13 Prozent geringer – unabhängig von weiteren Faktoren wie Alter, medizinische Vorgeschichte sowie anderen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Die Ballaststoffe können aus Getreideprodukten, Obst und Gemüse stammen. Laut Studie stand vor allem die Aufnahme von Getreideballaststoffen mit einer erhöhten Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem Herzinfarkt in Zusammenhang. Künftige Forschungen müssen allerdings noch klären, ob weitere Lebensstiländerungen neben einer guten medikamentösen Versorgung das Sterberisiko senken. Die US-Forscher vermuten, dass eine ballaststoffreiche Kost die Blutfettwerte verbessert und das Risiko für Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes verringert.

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