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«baltfood»: transnationales Netzwerk der Ernährungswirtschaft

Lübeck. (wfhl) Um die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie in der Ostseeregion zu fördern, haben sich unter Federführung der Wirtschaftsförderung Lübeck insgesamt 13 Partner aus sechs Ländern des gesamten Ostseeraums zusammengeschlossen. «baltfood» ist ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Projekt im Rahmen des europäischen Förderprogramms Interreg IV B, das mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro gefördert wird.

Ende März trafen sich 30 Vertreter der Partner aus den sechs Ostsee- Anrainerstaaten in der Hansestadt Lübeck um die nächsten Schritte festzulegen. Projektleiter Björn P. Jacobsen von der Wirtschaftsförderung Lübeck skizziert das Projekt: «Unser übergeordnetes Ziel ist es, das im Bereich der Ernährungsindustrie im Ostseeraum vorhandene Wissen zu vernetzen. Wir möchten den baltischen Raum mit seinen immerhin 53 Millionen Einwohnern als bedeutenden Zukunftsmarkt der Ernährungswirtschaft etablieren, der auch überregional wahrgenommen wird. Hierzu haben wir uns verschiedene zukunftsträchtige Forschungsfelder zur Bearbeitung vorgenommen».

Jenny Bergsten, Projektmanagerin des Öresund Food Network, sagt zur Auswahl der Themenschwerpunkte: «Ausgehend von Fragen wie …
Welche Nahrungsmittel liegen bis 2030 im Trend?
Wo sind die Zukunftsmärkte?
Welche Wissenschaftsprojekte im Ostseeraum werden wo entwickelt?
Wie kann man Kosten beim Transport sparen?
… haben wir geprüft, wo unsere jeweiligen Kernkompetenzen liegen und die Arbeitspakete entsprechend verteilt».

Innerhalb der operativen Projektlaufzeit finden diverse Aktivitäten in den Schwerpunktbereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Region statt. So ist im Wissenschaftsbereich «baltscience», der Themen an der Schnittstelle von Hochschulen und Unternehmen adressiert zum Beispiel vorgesehen, einen EDV-gestützten Forschungs- und Entwicklungsverbund für die Durchführung von länderübergreifenden Produkttests einzurichten.

«baltbusiness», das sich an den Bedürfnissen der Unternehmen orientiert, hat unter anderem zum Ziel, transnationale Ernährungstrends zu identifizieren und diese mittels eines EDV-gestützten «Food Trend Radar» nutzbar zu machen.

Letzter Schwerpunkt liegt im Bereich Region; «baltregion» widmet sich der Identifizierung und Analyse von Schwerpunktbereichen und Verflechtungen der Ernährungsindustrie mit dem Ziel der Erarbeitung eines Place Branding Konzeptes für die Ernährungswirtschaft im Ostseeraum.

Die Nahrungsmittelindustrie zählt im Ostseeraum zu den stärksten Branchen, ist gekennzeichnet durch eine nachhaltige Wachstumsstruktur und birgt besonders in Hinblick auf die Entwicklung des osteuropäischen Marktes großes Potenzial, berichtet die Wirtschaftsförderung Lübeck.