Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Betriebskontrollen: Bayerischer Verband fordert Augenmaß

München. (liv) In Bayern wird die Lebensmittelüberwachung seit geraumer Zeit durch eine Spezialeinheit «Lebensmittelsicherheit» unterstützt. Diese direkt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit eingesetzte Einheit soll eine grundlegende Bestandsaufnahme des Hygienezustands in den Bäckereien durchführen. Dabei werden alle Beanstandungen dokumentiert und der für die Vor-Ort-Überwachung zuständigen Behörde zur weiteren Veranlassung zugeleitet. Das von vielen Bäckereien als zu forsch empfundene Auftreten der Überwachungsgruppe und die Art der Dokumentation hat der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk zum Anlass genommen, die dadurch in den Bäckereien aufgetretene Verunsicherung und Frustration direkt dem Bayerischen Gesundheitsministerium vorzutragen. «Uns geht es darum, dass bei Hygienekontrollen die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt», sagt Bayerns Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. gegenüber dem Ministerium. Das Ministerium wiederum macht deutlich, dass es nicht darum gehe, Betriebe zu kriminalisieren, sondern zu sensibilisieren für die besonderen Hygieneanforderungen der Produktion von Lebensmitteln. Zahlreiche Prüfungen seien ganz oder weitgehend beanstandungsfrei verlaufen. Gleichwohl werde die Kontrolltätigkeit ständig geprüft – dort, wo Defizite festgestellt werden, müssen diese auch korrigiert werden. Zudem bestand Einigkeit darin, dass mit der modernen Dokumentationstechnik vorsichtig umzugehen sei. Verband und Ministerium verständigten sich darauf, den Dialog zu diesem Thema fortzusetzen.

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