Donnerstag, 1. Dezember 2022
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BfR und aid infodienst vereinbaren Kooperation

Berlin / Bonn. (bfr) «10.000 Tote durch Acrylamid» – das ist nur eine von vielen Schlagzeilen, die Verbraucher in den vergangenen Jahren verunsichert haben. Die Risikobewertung von unerwünschten Stoffen oder Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln ist häufig geprägt von negativer und plakativer Berichterstattung. Oftmals werden Gesundheitsgefahren behauptet, die keiner objektiven Betrachtung standhalten. Die Verbraucher fragen sich, ob ihr tägliches Essen auch wirklich sicher ist. Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) halten sie inzwischen Lebensmittel für eines der drei größten Gesundheitsrisiken. Objektive Einschätzungen sind vor diesem Hintergrund gefragter denn je. Das BfR und der aid infodienst haben daher eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. «Wir möchten den gefühlten Risiken künftig zusätzlich gemeinsam objektive Informationen über die tatsächliche Größe von Risiken entgegensetzen», sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung in Berlin. «Schnellere Kommunikationswege vom Verbraucher zu den Wissenschaftlern und umgekehrt werden dabei helfen, Verunsicherungen vorzubeugen». Die Zusammenführung von wissenschaftlicher Risikobewertung mit der zielgruppengerechten Information der Verbraucher ist ein wesentlicher Kern der Kooperation. «Wenn man mit einer Stimme spricht, kann das die Kommunikation mit dem Verbraucher weiter stärken», ergänzte Dr. Margret Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid infodiensts.

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