Donnerstag, 1. Dezember 2022
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BfR: will Höchstmengen bei Omega-3-Fettsäuren

Berlin. (bfr) Für die Anreicherung von Lebensmitteln mit Omega-3-Fettsäuren empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Festsetzung von Höchstmengen. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass hohe Aufnahmemengen von Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA einen erhöhten Cholesterinspiegel, eine Beeinträchtigung der natürlichen Immunabwehr, besonders bei älteren Menschen, sowie eine erhöhte Blutungsneigung begünstigten. Auch sei nicht abschließend geklärt, wie sich eine erhöhte Aufnahme von DHA und EPA langfristig bei Menschen auswirke. Im Rahmen der normalen Ernährung verzehren Verbraucher in Deutschland durchschnittlich 127 Milligramm (junge Frauen) und 295 Milligramm (ältere Männer) am Tag. Hohe Aufnahmemengen liegen für die Gruppen bei 369 Milligramm und 827 Milligramm je Tag. Das BfR hat vor dem Hintergrund eines Novel Food Antrags für DHA-reiches Öl aus marinen Mikroalgen geschätzt, dass die Anreicherung von Lebensmitteln aus 14 Lebensmittelgruppen mit Algenöl die bisherige Aufnahmemenge von langkettigen Omega-3-Fettsäuren etwa vierfach erhöhen könnte. Derzeit prüft die EU-Kommission, ob die Palette der Lebensmittel, die mit den neuartigen Algenölen angereichert werden dürfen, erweitert werden kann. Vor diesem Hintergrund hatte das BfR das gesundheitliche Risiko einer erhöhten Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA bewertet.
Info: BfR-Stellungnahme Nr. 030/2009 (Format PDF, zehn Seiten).

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