BGN: Besser früher als später auf Winterreifen umrüsten

Mannheim. (bgn) Wer bei Glatteis, Schneematsch, Eis-, Reif- oder Schneeglätte Auto fahren möchte, muss wintertaugliche Bereifung aufziehen. Die gesetzliche Winterreifenpflicht gibt es seit 2010. Sie gilt für PKW und Transporter, aber auch für schwere Nutzfahrzeuge, die zumindest auf den Antriebsachsen mit Winterbereifung ausgestattet sein müssen. Als «Winterreifen» gelten Reifen mit der Kennzeichnung M + S (M+S, M.S.), einem Schneeflockensymbol oder einem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) empfiehlt, spätestens Anfang Oktober Privat- und Geschäftswagen auf Winterreifen umzurüsten. Nicht umsonst, denn die Zahl der meldepflichtigen Straßenverkehrsunfälle, die der gesetzlichen Unfallversicherung in den ersten acht Monaten 2014 angezeigt wurden, ist gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen – trotz des milden Winters 2013 (plus 1,4 Prozent). Kraftfahrzeuge sollten von Oktober bis mindestens Ostern mit Winterreifen ausgerüstet sein. Auf sie kann erst verzichtet werden, wenn garantiert nicht mehr mit Schnee- und Eisglätte gerechnet werden muss. Durch ihre speziellen Gummimischungen sind Winterreifen an die kühle Witterung und durch ihr Profil an das Fahren bei Regen, Schnee und Eis gut angepasst. Das Profil sollte mindestens vier Millimeter tief sein. Sommerreifen hingegen verlieren bei niedrigen Temperaturen und nasser Fahrbahn schnell ihre Bodenhaftung. Wer bei winterlichen Straßenbedingungen mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld. Kommt es wegen der Nutzung von Sommerreifen zum Unfall, kann dies wegen grober Fahrlässigkeit zur erheblichen Leistungskürzung der Haftpflicht- und Kaskoversicherung führen.