Montag, 6. Februar 2023
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BGN: Neuer Grenzwert beim Betrieb von Gasgeräten

Mannheim (bgn) Geräte wie Herde, Grille oder Heizstrahler, die mit Flüssig- oder Erdgas betrieben werden, erzeugen Abgase. Aus geschlossenen Räumen müssen diese Abgase hinausgeleitet werden. Ob hierfür technische Maßnahmen nötig sind oder organisatorische ausreichen, richtet sich nach der sogenannten Gesamt- Nennwärmebelastung der aufgestellten Gasgeräte, also die im Dauerbetrieb erreichbare Leistung, gemessen in Kilowatt (kW). Seit dieser Grenzwert im März 2012 von 50 auf 14 kW gesenkt wurde, erreichen die BGN immer wieder Anfragen verunsicherter Unternehmer, die von ihrer Berufsgenossenschaft wissen wollen, ob bei ihnen noch alles regelgerecht ist. Die BGN hat dafür eine «Beratungshilfe zur Sicherstellung der Abgasführung von Gasgeräten bei Neuanlagen und bestehenden Anlagen» formuliert. Die erläutert anhand zahlreicher Beispiele, ob und welche Maßnahmen unter welchen Voraussetzungen ergriffen werden müssen. Diese reichen von der Betriebsanweisung und Unterweisung der Mitarbeiter, die die Dunstabzugshaube vor Inbetriebnahme der Gasgeräte einschalten müssen, bis hin zu technischen Einrichtungen, die den Betrieb nur zulassen, wenn die Abgas-Abführung sichergestellt ist. Grundsätzlich gilt: Für alle Anlagen, die vor dem ersten März 2012 errichtet wurden, liegt der Grenzwert weiterhin bei 50 kW. Unkritisch sind die Änderungen auch, werden Geräte entweder nur durch eine 33-Kilo-Flüssiggasflasche oder durch maximal zwei 11-Kilo-Flaschen versorgt. Hier ist die tatsächlich erreichbare Leistung durch die Entnahmeleistung der Flaschen auf 7,72 kW begrenzt. Wer unter diesen Voraussetzungen ein Gerät betreibt und die Anforderungen an die Abgas-Abführung bereits erfüllt hatte, muss auch nach den aktuellen Änderungen keine weiteren Maßnahmen treffen. Seminare zum Betreiben von Flüssiggasanlagen erfragen Interessenten unter ausbildung@bgn.de.

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