Samstag, 10. Dezember 2022
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Bio + Co.: Umsatzwachstum verlangsamt sich

Nürnberg. (mn) «Obwohl sich das Umsatzwachstum mit Bio-Lebensmitteln und Getränken 2009 verlangsamt hat, ist ein Wachstum dennoch sichtbar», sagt Amarjit Sahota von Organic Monitor in London in einer Presseinformation der Weltleitmesse BioFach. «Der größte Zuwachs ist in Europa und Nordamerika zu verzeichnen, aber auch die Nachfrage im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika nimmt zu», erklärt der Branchenexperte demnach. 2007 wurden weltweit 32 Millionen Hektar biologisch bewirtschaftet und der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln lag bei 46 Milliarden US-Dollar. In 2008 dürfte er die Schwelle von 50 Milliarden US-Dollar übersprungen haben. Nach dem aktuellen Stand der jährlichen Datenerhebung durch das Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau, FiBL, sind international 2008 sowohl die Bio-Flächen als auch die Märkte erneut stark gewachsen. «Die europäische Bio-Fläche ist von 7,8 auf 8,3 Millionen Hektar angestiegen, das ist ein Plus von sechs Prozent», sagt Helga Willer von FiBL. Bezogen auf die Länder der EU zeigen die vorläufigen Zahlen eine Flächenzunahme von 7,2 auf 7,7 Millionen Hektar. Den größten Anstieg konnte Spanien mit 33 Prozent verbuchen. Zehn Prozent mehr Bio-Fläche gibt es in Polen, der Tschechischen Republik und Dänemark. Abgenommen hat die Öko-Fläche in Italien. Sie beträgt aber immer noch über eine Million Hektar. Das Land mit der größten Bio-Fläche in Europa ist jetzt Spanien mit 1,3 Millionen Hektar, davon 1,1 Millionen Hektar Landwirtschaftsfläche. Für die Länder außerhalb Europas liegen erst wenige Zahlen vor. In Argentinien etwa ist die Fläche von 2,9 auf vier Millionen Hektar um 40 Prozent gestiegen. Dort ist der Anteil der Grünflächen sehr hoch.
Info: «Positive Stimmung auf dem internationalen Bio-Markt»

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