Montag, 6. Februar 2023
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20151119-GDI

Bits over Bites: Wer wird zu «Google Food»?

Zürich / CH. (gdi) Biologisch, regional und frisch: Solche Verpflegungsangebote gewinnen seit Jahren an Bedeutung. Das Bedürfnis nach Echtheit, Natürlichkeit und Nachvollziehbarkeit nimmt weiter zu beim Durchschnittseuropäer, dessen Alltag geprägt ist von Mobilität und Flexibilität.

Immer öfter bietet dabei die Digitalisierung neue Lösungen: Viele der neuen Angebote helfen uns mit Technologie, zu frischen und lokalen Bio-Produkten zu kommen. Es reicht ein Blick ins Silicon Valley, um zu erkennen: Die Digitalisierung hat die Food-Branche erreicht.

Der Fokus der Investoren liegt hier besonders auf Lieferdiensten, welche die letzte Meile – den letzten Lieferabschnitt bis hin zur Haustür des Kunden – überbrücken. Neue, teils branchenfremde Start-ups fordern etablierte Akteure heraus und verändern die Food-Welt – und zwar grundlegend. Alles wird neu gemischt: Wer was und wie herstellt, verarbeitet, vertreibt, konsumiert. In der ganzen Wertschöpfungskette des Essens heißt es für die Zukunft: Bits dominieren Bites.

Doch auch wenn die digitalen Angebote immer attraktiver werden, bleiben soziale Momente, Sinnlichkeit und Inspiration in der physischen Welt große Bedürfnisse. Was bedeutet dieses Spannungsfeld für Produzenten und Anbieter? Wie kann die Food-Branche auf die Umgestaltung der Wertschöpfungskette reagieren? Welche Trends entstehen an der Schnittstelle von digital und analog?

Diesen Fragen geht eine neue Untersuchung aus dem Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) nach. Autoren der Studie unter dem Titel «European Food Trends Report – Bits over Bites: Wie die Digitalisierung den Food-Konsum neu definiert» sind Mirjam Hauser, David Bosshart, Bettina Höchli, Jaël Borek und Christopher Muller. Eine kostenfreie Zusammenfassung (PDF) führt in ein Thema ein, dem Gastronomen, Händler und Hersteller immer noch unschlüssig gegenüberstehen, obwohl der Druck der Digitalisierung zweifellos vorhanden ist und weiter zunehmen wird. Ein weiterer GDI-Beitrag unter dem Titel «Wer wird zu Google Food?» beschreibt sehr schön, worum es geht. Mit den darin enthaltenen Beispielen können auch Bäckerei-Unternehmen etwas anfangen (Bild: pixabay.com).

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