Donnerstag, 29. Februar 2024
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Branchenverband: Schweizer Zuckerwaren auf Erfolgskurs

Bern / CH. (bs) Zuckerwarenhersteller blicken mit einer Absatzsteigerung von über acht Prozent und einer Umsatzzunahme von knapp fünf Prozent auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Dieses Ergebnis ist angesichts des starken Schweizer Frankens (CHF), der Schweizer Bonbons auf vielen Zielmärkten verteuerte und importierte Zuckerwaren verbilligte, bemerkenswert – berichtet der Branchenverband Biscosuisse.

Die 14 industriellen Hersteller von Schweizer Zuckerwaren (zuckerhaltige und zuckerfreie Bonbons, Kaugummis, Dragées, Marzipan, der Heilmittelgesetzgebung unterliegende Husten- und Halsbonbons …) konnten das Ergebnis 2013 gegenüber Vorjahr mengen- wie auch wertmäßig übertreffen. Mit einer um 2’634 Tonnen auf 34’155 Tonnen (plus 8,4 Prozent) gesteigerten Verkaufsmenge konnte der Branchenumsatz um 4,9 Prozent auf 340 Millionen CHF erhöht werden. Bedeutende Zuwachsraten waren bei den Weichbonbons (plus 10,3 Prozent), Gelée- und Gummibonbons (plus 10,0 Prozent) sowie Hartbonbons (plus 9,9 Prozent) zu verzeichnen. Bei den zuckerfreien Artikeln konnte eine Mehrmenge von 6,8 Prozent abgesetzt werden.

Im Inland verkauften die Unternehmungen der Schweizer Zuckerwaren-Industrie 2013 mit 7’782 Tonnen 9,5 Prozent mehr Waren als im Vorjahr. Der damit generierte Umsatz erhöhte sich um 1,3 Prozent allerdings nur auf 102 Millionen CHF. Mengenmäßig waren bei Hartbonbons (plus 27,2 Prozent) und bei zuckerfreien Artikeln (plus 29,2 Prozent) die größten Zuwachsraten zu verzeichnen. Mehrmengen konnten ebenfalls bei Weichbonbons (plus 7,2 Prozent), Dragées (plus 6,5 Prozent) und bei anderen geformten Zuckerwaren (plus 3,3 Prozent) abgesetzt werden. Rückläufig entwickelten sich demgegenüber die abgesetzten Mengen an Gelée- und Gummibonbons (minus 11,5 Prozent). Der Import von Zuckerwaren erhöhte sich lediglich um 0,4 Prozent. Die einheimischen Hersteller konnten ihren Marktanteil von 26,7 Prozent auf 28,5 Prozent steigern. Der Inlandabsatz an einheimischen und importierten Zuckerwaren stieg um 3,1 Prozent auf 27’332 Tonnen an. Aus dem Inlandverbrauch an Zuckerwaren kann ein durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum pro Jahr von rund 3,4 kg abgeleitet werden, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 56 g entspricht. Der Anteil der zuckerfreien Artikel hat sich von 20,8 Prozent auf 22,8 Prozent erhöht.

Im Export wurde gegenüber 2012 mit 26’373 Tonnen eine Mehrmenge von 8,0 Prozent verkauft, woraus ein Umsatzzuwachs von 6,5 Prozent auf 238 Millionen CHF resultierte. Der Anteil der zuckerfreien Exportprodukte sank von 65,0 Prozent auf 62,1 Prozent. Deutschland (22,9 Prozent), die USA (19,9 Prozent), Frankreich (11,2 Prozent) und die Niederlande (7,7 Prozent) waren auch 2013 die größten Exportmärkte für Schweizer Zuckerwaren. In Europa konnten vor allem nach Belgien (Rang 7 der Export-Destinationen) und Finnland (Rang 12) bemerkenswerte Mehrmengen exportiert werden. Ebenfalls weiter gesteigert werden konnten die Exportmengen nach den USA und nach Kanada. Zudem konnten im nahen und fernen Osten verschiedene Märkte besser erschlossen und mit bedeutenderen Quanten bedient werden. In der Rangliste der 96 Export-Destinationen sind verschiedene Länder deutlich nach vorne gerückt (etwa Brasilien, Mexiko und Litauen). Der Exportanteil an der Gesamtproduktion ist als Folge des Mengenwachstums auf dem Inlandmarkt von 77,5 Prozent auf 77,2 Prozent leicht gesunken.

Für das Jahr 2014 hoffen die Schweizer Zuckerwaren-Hersteller, an die positive Entwicklung des Jahres 2013 anzuknüpfen, ihren Marktanteil auf dem auf hohem Niveau gesättigten Inlandmarkt zu halten und ihre Exporte weiter auszubauen.

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