Donnerstag, 3. Dezember 2020
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Brenntag AG: meldet starke Ergebnisse im dritten Quartal 2020

Essen / Ruhr. (bag) Die Brenntag AG, Weltmarktführerin in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen, berichtet ein starkes drittes Quartal 2020 mit einem organischen operativen Ebitda-Wachstum und weiterhin geringen Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie.

Christian Kohlpaintner, Vorstandsvorsitzender der Brenntag AG, erklärte: «Brenntag hat im dritten Quartal 2020 starke Ergebnisse erzielt. Die Covid-19-Pandemie war – wie bei vielen anderen Unternehmen – auch bei uns das Jahr über präsent und hat das gesamtwirtschaftliche Umfeld erheblich beeinflusst. Trotzdem zeigt Brenntag erneut eine positive Geschäftsentwicklung und unsere Geschäftstätigkeit war im Berichtszeitraum nur begrenzt von der Covid-19-Krise betroffen.»

Die Umsatzerlöse lagen im dritten Quartal 2020 auf Basis konstanter Wechselkurse mit 2.876,3 Mio. EUR um -7,7 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals. Der Rohertrag von 690,6 Millionen Euro lag auf dem Niveau des Vorjahresquartals (-0,2 Prozent). Das operative Ebitda erreichte mit 264,4 Millionen Euro eine Steigerung von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit Ausnahme von Nordamerika zeigten die Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Asien-Pazifik und Lateinamerika eine besonders gute Entwicklung.

Das Ergebnis nach Steuern lag im dritten Quartal 2020 mit 120,6 Millionen Euro unter dem Vorjahresquartal (128,4 Millionen Euro). Daraus leitet sich ein auf die Brenntag-Aktionäre entfallendes Ergebnis je Aktie von 0,76 EUR ab.

Der Free Cashflow erreichte 420,7 Millionen Euro gegenüber 245,9 Millionen Euro im dritten Quartal 2019. Dies spiegelt eine signifikante Steigerung um 71,1 Prozent wider und unterstreicht die Finanzstärke von Brenntag.

Die Konzernbilanz spiegelt erneut die solide Finanzierung des Unternehmens wider.

EMEA erneut mit starkem Anstieg des operativen Ebitda

Der erwirtschaftete Rohertrag von Brenntag EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) lag mit 294,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 285,5 Millionen Euro (4,8 Prozent). Trotz Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie verzeichnete die Region ein starkes operatives Ebitda von 112,9 Millionen Euro, was einer Steigerung von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Marktumfeld in Nordamerika blieb schwierig

Im dritten Quartal 2020 war das Geschäftsumfeld in Nordamerika weiterhin schwierig und zeigte eine besondere Schwäche in der Öl- und Gasindustrie. In diesem Umfeld ging der von Brenntag North America erzielte Rohertrag um 9,3 Prozent auf 273,9 Millionen Euro zurück. Das Operative Ebitda erreichte 110,0 Millionen Euro (-11,7 Prozent).

Lateinamerika mit sehr starken operativen Ergebnissen

Die Region Lateinamerika verzeichnete im dritten Quartal 2020 aufgrund sich langsam erholender Volumina, gutem Margenmanagements und Kostenkontrolle ein sehr starkes operatives Ergebnis. Der Rohertrag von Brenntag von 44,5 Millionen Euro im dritten Quartal 2020 stieg um 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das operative Ebitda stieg mit 39,8 Prozent deutlich auf 15,1 Millionen Euro.

Erholung der Wirtschaft in Asien-Pazifik führte zu starken Ergebnissen

Nachdem einige Länder aufgrund der Covid-19-Pandemie mehrere Monate lang im strengen Lockdown waren, erholte sich die Wirtschaft in der Region Asien-Pazifik im dritten Quartal 2020. Mit 72,5 Millionen Euro lag der Rohertrag in der Region leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals von 68,1 Millionen Euro (12,0 Prozent). Das operative Ebitda stieg auf 33,0 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (35,9 Prozent).

Ausblick für 2020

Anfang April setzte das Unternehmen die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der erheblichen Unsicherheit über die künftigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aus. Mitte September nahm Brenntag den Ausblick für das Gesamtjahr 2020 wieder auf. Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ebitda zwischen 1.000 und 1.040 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 1.001,5 Millionen Euro). Die neue Prognose geht davon aus, dass es keine weiteren signifikanten staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft geben wird. Darüber hinaus sieht diese Prognose keine Sondereinflüsse oder wesentlichen Änderungen der aktuellen Wechselkurse im weiteren Jahresverlauf vor. Sie enthält die Beiträge zum Ergebnis aus Akquisitionen. Da die Covid-19-Pandemie höchstwahrscheinlich für den Rest dieses Jahres und auch für 2021 Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird, ist das vermutete Geschäftsumfeld weiterhin volatil (Foto: pixabay.com).