Sonntag, 2. Oktober 2022
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20170930-HARTGELD

Bundespolitik: Das Konjunkturpaket aus Sicht der Verbände

Bremerhaven. (eb) Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) begrüßt das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket wie folgt: Mit einem erheblichen, aber notwendigen finanziellen Kraftakt sind wichtige Maßnahmen für die gesamte deutsche Wirtschaft, aber insbesondere auch für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Branchen vereinbart worden. Gerade die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer, die der BdS gefordert hat, ist nun nochmals reduziert worden und sendet mutmachende Signale an die notleidenden Gastronomen. Auch die Ausweitung der Verlustrechnung und die Überbrückungshilfe tragen zur Unterstützung des Mittelstands bei. Die Mitgliedsunternehmen, die – trotz international bekannter Marken – ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind, können diese Instrumente nun nutzen, um Unternehmen, Arbeits- und Ausbildungsplätze weiterhin zu sichern. Das sind gezielte und direkte Liquiditätshilfen, die die Systemgastronomie jetzt gerade dringend benötigt und für die der Verband sich in den vergangenen Wochen konsequent eingesetzt hat.

Dehoga: Gute und wichtige Impulse, aber Kritik bleibt

Der Dehoga Bundesverband hatte sich vom Konjunkturpaket der Großen Koalition dringend benötigte Hilfe für das von der Covid-19-Pandemie besonders hart betroffene Gastgewerbe erhofft. Doch die Beschlüsse des Koalitionsausschusses blieben hinter den Erwartungen der Branche zurück. «Wir erkennen an, dass die Koalitionäre nach 21 Stunden intensiver Verhandlungen einen Kompromiss mit wichtigen Impulsen gefunden haben», schreibt der Verband. «Aber Kritikpunkte und zahlreiche offene Fragen zum Rettungsfonds, zu dem so genannten Programm für Überbrückungshilfen, bleiben bestehen.» Der Verband habe immer wieder deutlich gemacht, dass alle Unternehmen direkte Finanzhilfen durch einen Rettungsfonds benötigten. Nicht die Größe, sondern der Grad der Betroffenheit der Betriebe sei dabei zu berücksichtigen.

Organisiertes Bäckerhandwerk sieht Konjunkturpaket mit Haken

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) begrüßt das Konjunkturpaket der Bundesregierung ausdrücklich. Der Ausbildungsbonus und die Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge helfen den Betrieben in der Krise. Die temporär verringerte Mehrwertsteuer, die zu organisatorischem Mehraufwand führt und die immer noch zu hohe EEG-Umlage, brächten den Betrieben allerdings kaum Entlastung. Der Verband fordert Nachbesserungen (Foto: pixabay.com).

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