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Burger King: Kolobov probt Rolle rückwärts

Stade. (ag) Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Burger King GmbH aus Stade, jetzt vertreten durch Geschäftsführer Ingo Voigt, ist die Anordnung der vorläufigen Verwaltung am 29. Januar aufgehoben worden – meldet das Amtsgericht Stade unter dem Aktenzeichen 73IN104/14. Das führt uns zur Meldung «Situation entspannt sich zusehends» vom 17. Dezember. Darin hieß es, dass sich für die rund 3.000 Beschäftigten der Burger King GmbH einiges zum Guten wenden könnte und nach der Insolvenz der Weg nun frei sei für einen Neuanfang. Ohne die Geschichte vom Urknall aus neu erzählen zu wollen: Im Moment sieht einiges nach einer Rolle rückwärts aus. Dabei fragt sich wohl auch Burger King Europe (BKE), was davon zu halten ist. Schließlich hatte der Franchisegeber dem vorläufigen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht gestattet, die BK-Lizenz weiter für die 89 Restaurants zu nutzen, um vorwärts zu kommen und über ein «strukturiertes Bieterverfahren» einen ordentlichen Investor zu finden. Noch dazu hatte BKE den Neustart mit einem Massekredit in Millionenhöhe finanziert. Und jetzt? Alexander Kolobov, bei uns bislang nur als zweite Silbe der Yi-Ko Holding in Erscheinung getreten (Ergün Yildiz / Alexander Kolobov), hat völlig überraschend 15 Millionen Euro in die Hand genommen und die Rücknahme des Insolvenzantrags für die eingangs genannte Betreibergesellschaft erreicht. Die Zukunft für die 89 Restaurants und 3.000 Mitarbeitenden ist einmal mehr ungewiss und man darf gespannt sein, was die kommenden Wochen bringen. Bei dem vom Amtsgericht Stade genannten neuen Geschäftsführer der Betreibergesellschaft handelt es sich übrigens um Rechtsanwalt Ingo Voigt aus Norderstedt, der unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Coffee and friends Holding AG ist und eng mit der Investmentfirma Fritz Nols AG aus Frankfurt am Main zusammenarbeitet. So erreicht man die kleine Homepage seiner Kanzlei nicht nur unter «voigt-ra.de», sondern auch unter «fritznolslaw.de».