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BVE: EU-Agrarreform akzeptabel, aber …

Berlin. (bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) sieht den Kompromiss zur europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2014 bis 2020 mit gemischten Gefühlen. «Wir hätten uns gewünscht, dass die Anforderungen der Lebensmittelhersteller an eine sichere Rohstoffversorgung stärker berücksichtigt werden», sagt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Immerhin wurde die vorgeschlagene ökologische Flächenstilllegung von sieben Prozent auf fünf Prozent abgeschwächt und die Möglichkeit eröffnet, diese Flächen weiter für den landwirtschaftlichen Anbau (zum Beispiel von Eiweißpflanzen) zu nutzen. «Es war richtig, dass sich angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln die Bundesregierung dafür eingesetzt hat, dass durch die Agrarreform keine vollständige Herausnahme von landwirtschaftlichen Flächen aus der Produktion erfolgt», sagt Minhoff. Das nun zwischen Rat, Parlament und Kommission ausgehandelte Kompromisspaket ist daher gegenüber dem ersten Vorschlag der Kommission positiver zu bewerten. Die BVE teilt grundsätzlich die in der GAP vorgesehenen Umweltschutzziele und hatte sich im Rahmen der Agrarreform für eine weitere Marktorientierung der Landwirtschaft und eine stärkere Berücksichtigung der Rohstoffherausforderungen der Ernährungsindustrie ausgesprochen.