Dienstag, 18. Juni 2024
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BVE: Optimismus der Lebensmittelhersteller hält an

Berlin. (bve) Die Ernährungsindustrie erzielte im April 2014 einen Branchenumsatz von 15 Milliarden Euro, ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber 2013. Der Konjunkturoptimismus der Lebensmittelhersteller wurde durch ein preisbereinigtes Umsatzwachstum von 2,5 Prozent bestätigt, Hauptgrund ist die stagnierende Verkaufspreisentwicklung. Das ertragreiche Exportgeschäft zeigte sich stabil, die Lebensmittelausfuhren lagen im April bei 4,3 Milliarden Euro. Trotz positiver Entwicklung ging die Produktionsleistung weiter leicht zurück, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im April um 4,2 Prozent, schreibt die BVE.
Agrarrohstoffmärkte: Das hohe Preisniveau bei den Rohstoffen setzte sich im Mai fort. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel stagniert bei minus 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ernte- und witterungsbedingte Angebotsveränderungen sowie eine steigende Nachfrage führen in Teilbranchen zu schwer auszugleichenden Preisschwankungen.
Geschäftsklima: Die Zuversicht bei den Herstellern hält laut ifo-Geschäftsklimaindex Juni 2014 an. Die Unternehmen der Ernährungsindustrie schätzen besonders die Geschäftserwartungen und Produktionspläne deutlich besser ein als noch im Vorjahr. Auch die Exporterwartungen bleiben auf hohem positivem Niveau.
Konsumklima und Verbraucherpreise: Das Konsumklima in Deutschland steigt weiter und verspricht beste Kauflaune bei den Verbrauchern, auch für Lebensmittel. Die guten Einkommensaussichten und die Anschaffungsneigung im Juni 2014 gehen auf die niedrige Inflation und Sparneigung zurück. Auch die Konjunkturerwartungen erreichten ein historisches Hoch. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten und Lebensmittelpreise blieben im Mai gegenüber dem Vormonat stabil (minus 0,1 Prozent respektive minus 0,2 Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Teuerung gedämpft, so stiegen die Verbraucherpreise insgesamt nur um 0,9 Prozent, die Preise für Lebensmittel um 0,5 Prozent.