Dienstag, 6. Dezember 2022
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BVE: Risikomanagement wird noch vernachlässigt

Berlin. (bve) Trotz umfangreicher Qualitätssicherungssysteme und stetig wachsender Anforderungen belegen aktuelle Krisenfälle, dass selbst namhafte Unternehmen nicht vor unvorhersehbaren Krisen geschützt sind. Nicht selten kann die Frage nach funktionsfähigen und auf das Unternehmen zugeschnittene Risiko- und Krisenmanagementsystemen erst nach Eintreten der Krise beantwortet werden. Die Auseinandersetzung mit dem Risiko- und Krisenmanagement in den Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft untersuchte jetzt die AFC Risk + Crisis Consult GmbH in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die Studie richtete sich an 150 zufällig ausgewählte Verantwortliche der Top-1000-Unternehmen. Die Befragung zeigt, dass die Hersteller als präventive Maßnahmen Systeme zur Qualitätssicherung bevorzugen. Oft verwendete Systeme sind dabei HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Point) mit 89 Prozent und IFS (International Food Standard) mit 81 Prozent, gefolgt von ISO 9001 (48 Prozent), GMP (Good Manufacturing Practice) (38 Prozent) und QS-Siegel (31 Prozent). Die Ergebnisse der Studie belegen zudem, dass die deutliche Mehrheit der Befragten das Thema Krisenmanagement sehr ernst nimmt. Zentrale Elemente des Risikomanagements würden hingegen noch vernachlässigt, heiß es in einer BVE-Mitteilung (mit weiterführendem Link zur Studie).

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