Montag, 3. Oktober 2022
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BZfE: zum Internationaler Tag der Hülsenfrüchte

Bonn. (bzfe) Sie sind wahre Alleskönner: Hülsenfrüchte punkten als wertvolle Eiweißträger für Mensch und Tier, aber auch im Anbau mit zahlreichen positiven Effekten auf Boden, Artenvielfalt und Klimaschutz. Darauf weist auch der jährliche Tag der Hülsenfrüchte hin, der 2022 am 10. Februar stattfindet/fand.

Durch ihren wertvollen Beitrag für Landwirtschaft, Ernährung und Biodiversität, sollte der Verbrauch von Hülsenfrüchten – vor allem aus heimischem Anbau – ausgeweitet werden. Derzeit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Hülsenfrüchten nach Schätzungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bei etwa zwei Kilogramm pro Jahr. Die Planetary Health Diet, ein Speiseplan, der die Gesundheit des Menschen und des Planeten gleichermaßen schützt, empfiehlt zum Beispiel einen Pro-Kopf-Verbrauch von 27 Kilogramm pro Jahr – weiß das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in Bonn.

Damit mehr Hülsenfrüchte aus heimischem Anbau ihren Weg in die menschliche Ernährung und in die Tierfütterung finden, muss auch der Anbau in Deutschland ausgeweitet werden. 2021 wurden auf fünf Prozent der Ackerfläche Leguminosen angebaut. Ziel ist es, bis 2030 Leguminosen auf mindestens zehn Prozent der Ackerfläche anzubauen; das sind rund 1,2 Millionen Hektar. Den heimischen Anbau von Hülsenfrüchten fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Eiweißpflanzenstrategie (EPS).

Auch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) setzt sich dafür ein, dass mehr heimische Hülsenfrüchte auf den Acker, in den Trog und auf die Teller kommen: Als Projektträger für Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer, als Datenzentrum und als Informationsquelle mit fundiertem Wissen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

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