Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Checkliste: Zehn Tipps zur Mitarbeitermotivation

Karlsruhe. (bw) Der Autor Marco De Micheli hat sich in seinem Buch «Nachhaltige und wirksame Mitarbeitermotivation» mit den Regeln der Mitarbeitermotivation beschäftigt. Das Portal Business-Wissen.de hat die zehn wichtigsten Tipps zusammengefasst, um als Vorgesetzter wirksam Anerkennung zu geben:

  • Gespräch persönlich führen: Ein Anerkennungsgespräch mit einem Mitarbeiter sollte nie an einen anderen Mitarbeiter geleitet werden. Echtes Lob muss persönlich erfolgen.
  • Zeit nehmen und Ort wählen: Ein Lob gehört nicht zwischen Tür und Angel. Vereinbaren Sie einen Termin in Ihrem Büro oder außerhalb der Firma. Das bringt zwei Vorteile: Sie messen dem Lob einerseits eine hohe Bedeutung bei. Und andere Mitarbeiter können nicht mithören.
  • Unter vier Augen: Ein Lob sollte nur unter vier Augen ausgesprochen werden. Tun Sie dies nicht, können sich andere Mitarbeiter zurückgesetzt fühlen oder die gelobten Kollegen als Karrieristen abtun. Eine Gruppe oder ein Team darf aber durchaus als Ganzes gelobt werden, aber immer nur unter konsequentem Einbezug aller.
  • Angemessen loben: Die Top-Leistung eines Mitarbeiters nur alle paar Schaltjahre zu loben ist genauso falsch, wie ihm bei jeder Kleinigkeit auf die Schulter zu klopfen. Loben Sie einen Mitarbeiter dann, wenn er mehr Leistung gezeigt hat, als von ihm erwartet wird und/oder eine besonders wertvolle, förderwürdige Fähigkeit bewiesen hat.
  • Persönliche Anerkennung geben: Beziehen Sie Ihr Lob genau auf die Leistung, für die der Mitarbeiter es verdient hat. Sprechen Sie dabei konkrete Merkmale an wie Innovationsgabe, Termintreue, Überzeugungskraft oder Teamgeist. Bestätigen Sie ihn außerdem. Das schaffen Sie, indem Sie bestimmte Eigenschaften des Mitarbeiters für den Erfolg verantwortlich machen, zum Beispiel hohe Qualitätsansprüche, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
  • Zusammenhänge und betrieblichen Kontext beachten: Sie sollten dem Mitarbeiter klarmachen, dass seine Leistung auf die Ziele der Abteilung und des Unternehmens wichtigen Einfluss nehmen. Das zeigt sich unter anderem darin, dass durch Kosteneinsparungen oder exzellentem Kundenservice die Marktführerschaft gestärkt und ausgebaut wird. Damit erkennt der Mitarbeiter den Teilbeitrag, den er zum gesamten Unternehmenserfolg beisteuert. Das stärkt das Selbstwertgefühl und bringt zusätzlich Stolz auf die erbrachte Leistung.
  • Aufrichtig und ehrlich sein: Mitarbeiter haben ein Näschen dafür, ob ein Lob ehrlich und aufrichtig gemeint ist. Je konkreter, spontaner, emotionaler und Respekt zollender ein Lob ausgesprochen wird, desto eher ist die Aufrichtigkeit zu erkennen.
  • Kritik verboten: Kritik ist bei einem Lob tabu, da sie die Wirkung des Lobes vernichtet. Sie sollten daher Negatives und Einschränkendes beiseite lassen: Ein «Schon gut, aber …» gehört nicht in das Anerkennungsgespräch.
  • Auch Teilerfolge loben: Spitzenleistungen, herausragende Erfolge oder für das Unternehmen besonders wertvolle Leistungen sollten sicherlich anerkannt und gelobt werden. Sie sollen aber auch Lösungsansätze, Teilerfolge und Detailfortschritte loben. Schon damit stärken Sie das Selbstvertrauen und signalisieren, dass man von einem erfolgreichen Abschluss überzeugt ist.
  • Ziel und Relevanz: Eine Anerkennung sollte sich auf vereinbarte Ziele für das Unternehmen und für das Team relevante Leistungen konzentrieren. Das verstärkt die Ziel- und Relevanzfokussierung.
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