Mittwoch, 7. Dezember 2022
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China: will Selbstversorgung mit Getreide verbessern

Peking / CN. (wib) Die Volksrepublik China will mit Blick auf den Getreidebedarf zum Selbstversorger werden. Bis 2020 soll die Inlandsproduktion auf 540 Millionen Tonnen per Anno gesteigert und damit rund 95 Prozent des Bedarfs gedeckt werden. Als Zwischenziel gab das fernöstliche Regime für 2010 eine Produktionsmenge von mindestens 500 Millionen Tonnen vor. In 2008 brachten die Getreidebauern auf einer Gesamtfläche von etwa 1,6 Milliarden Hektar insgesamt 528,5 Millionen Tonnen ein – für Peking ein «Dammbruch von historischer Bedeutung», wie Xinhua berichtet. Erstmals in den letzten 40 Jahre konnte die chinesische Landwirtschaft damit in fünf aufeinander folgenden Jahren das Getreideaufkommen steigern und den kompletten Inlandsbedarf decken. Der durchschnittliche Ertrag lag 2008 bei 49,5 Dezitonnen je Hektar und übertraf das Niveau von 2007 um 4,2 Prozent. Die Fortschritte in der Getreideproduktion führt das Ministerium auf stärkere Fördermaßnahmen auf verschiedenen Ebenen zurück. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Selbstversorgung begründet die Regierung mit der weltweiten Lebensmittelkrise, die sich infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise noch weiter verschärfen kann. Dem steht entgegen, dass die landwirtschaftliche Anbaufläche infolge der Urbanisierung und Industrialisierung zunehmend schrumpft. Hinzu kommen ein zunehmender Wassermangel und Veränderungen des Klimas. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass sie ihre ehrgeizigen Projekte nur vorantreiben können, kooperieren sie mit ausländischen Partnern.

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