Samstag, 10. Dezember 2022
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CO2-Fußabdruck: bei Lebensmitteln kaum geeignet

Berlin. (bve) Der CO2-Fußabdruck (Product Carbon Footprint) ist keine geeignete Umweltkennzeichnung für Lebensmittel. Dies ist eine der Feststellungen, die das Bundesministerium für Umwelt (BMU) aktuell in einem Memorandum getroffen hat. Hintergrund sind die Ergebnisse einer Studie des Öko-Instituts zur Erarbeitung von Grundsätzen für die Ermittlung und die Kommunikation eines Product Carbon Footprints. Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): «Die ablehnende Haltung des BMU gegenüber einer umweltbezogenen, besonders auf die Emission von Treibhausgasen fokussierten Kennzeichnung von Nahrungsmitteln wird von der deutschen Ernährungsindustrie unterstützt. Damit wird einer BVE-Position Rechnung getragen, die wir bereits in 2008 bezogen und dargelegt hatten. Entscheidend ist, dass Maßnahmen des Klima- und Umweltschutzes zielgerichtet erfolgen. Im Rahmen der gesamten Wertschöpfungskette, also von der landwirtschaftlichen Rohstofferzeugung über die industrielle Veredelung bis hin zum Verbraucher, müssen alle relevanten Stellschrauben betätigt werden, um den Ausstoß schädlicher Klimagase zu verringern. Der effiziente Energie- und Rohstoffeinsatz in Produktions- und Verfahrensabläufen ist in unserer Branche geübte Praxis, die es zu erweitern und zu optimieren gilt. Eine CO2-Kennzeichnung auf Lebensmitteln stellt allerdings keinen Lösungsbeitrag dar».

  • BMU Memorandum Product Carbon Footprint
    (Langfassung, PDF, 40 Seiten, 301 KB)
  • BMU Memorandum Product Carbon Footprint
    (Kurzfassung, PDF, zwei Seiten, 35 KB)
  • BVE-Positionspapier zur umweltbezogenen Kennzeichnung von Nahrungsmitteln
    (PDF, vier Seiten, 53 KB)
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