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Coppenrath + Wiese: Luxusprobleme eines Marktführers …

Osnabrück. (wib) Einen Verkauf würden die Erben prinzipiell gutheißen. So hieß es im letzten Juni aus dem Tecklenburger Land (siehe WebBaecker 26/2014) und die gesammelte Tages- und Fachpresse war aus dem Häuschen. Passiert ist seither nicht viel bei der Conditorei Coppenrath + Wiese. Außer, dass man hier und da hört, wie zerstritten die Erben untereinander seien. Dass der Wunschkandidat nicht zu Potte komme. Dass zwei andere Konzerne (womöglich enerviert) aufgegeben hätten. Dass ausgerechnet eine «Heuschrecke», das Private Equity Unternehmen Cinven, den längsten Atem zu haben scheint bei dem Geduldsspiel. Doch was heißt das? Die Erben zerlegen sich gegenseitig und indirekt schaden sie dem Unternehmen. Das ist durch die Zickerei wie gelähmt und kann kaum noch in die Zukunft planen – einerseits. Andererseits hält das Unternehmen das aus, weil die Marktführerschaft der Konditoren ziemlich eindeutig ausfällt. Noch. Denn je länger die Erben zögern, desto mehr schaden sie dem Unternehmen. Nachdem die überwiegende Zahl der Wunschkandidaten für die Verhandlungen verschlissen ist oder nur so erscheint, hätten andere Private Equity Gesellschaften die Gunst der Stunde genutzt und Angebote abgegeben – hieß es Anfang Januar in der Finanzpresse – inklusive Vermutung, dass durch das Katz-und-Maus-Spiel der Preis in die Höhe getrieben werden soll. Zum Einsatz für dieses «Spiel» gehören ganz nebenbei 2.200 Arbeitsplätze, die allein 2013 rund 375 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten.