Montag, 28. November 2022
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Corona-Warn-App: 40 Millionen Downloads sprechen für sich

Berlin. (bund / eb) Mehr als 40 Millionen Mal wurde die Corona-Warn-App schon bei den einschlägigen App-Stores heruntergeladen. Am 15. Juni 2020 veröffentlicht, war sie anfangs eine reine Warn-App mit dem Ziel, Infektionsketten schnell und effizient zu unterbrechen. Seither wurde sie stetig weiterentwickelt und verfügt heute über wichtige zusätzliche Funktionen, die den Alltag in der Pandemie erleichtern. Seit Dezember 2021 steht die Applikation zudem nicht mehr nur in den Stores für iOS und Android zum Download bereit. Einigen Freiwilligen ist es nämlich gelungen, die App in einer Version bereitzustellen, die komplett ohne Google-Abhängigkeit auskommt. Wer also (sein Handy gerootet und/oder …) auf seinem Smartphone ein alternatives Betriebssystem installiert hat oder den Google-Play-Store einfach so meiden will, findet den Fork der offiziellen Corona-Warn-App jetzt im alternativen Android-Appstore F-Droid.

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Infektionen frühzeitig aufdecken

Seit September 2020 wurden mehr als elf Millionen Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App (CWA) über Risikokontakte informiert. Mehr als 1,8 Millionen Menschen haben ihr positives Testergebnis in der App erhalten. Von diesen haben wiederum mehr als eine Million ihr Testergebnis in der App geteilt und somit andere Personen gewarnt. Insgesamt wurden in dem Zeitraum mehr als 90 Millionen Testergebnisse übermittelt. Derzeit sind zirka 270 PCR-testende Labore und 20.000 Teststellen an die App angeschlossen.

Eine Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem Sommer 2021 bestätigt die Wirksamkeit der CWA. Die Auswertung von zwölf Millionen freiwilligen Datenspenden aus der App zeigt, dass im Mittel fünf Personen durch eine positiv getestete Person gewarnt werden (rote Warnung). Die Studie weist nach, dass die App vor allem Personen warnt, die zum Beispiel nicht durch ihr familiäres oder berufliches Umfeld über ein erhöhtes Infektionsrisiko gewarnt worden wären.

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Impfstatus, Registrierung, Reisen

Die Corona-Warn-App und ihre Funktionalitäten werden seit ihrem Start stetig unter Berücksichtigung der Vorschläge aus Politik, Wissenschaft und der Nutzerinnen und Nutzer sowie der aktuellen Pandemiegeschehnisse weiterentwickelt und verbessert. Insgesamt gab es seit der Einführung 30 Updates mit neuen und erweiterten Funktionen.

So können Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App im Zertifikatsbereich ihren Impfstatus mit der App nachweisen oder auch Schnelltestergebnisse vorzeigen. Der universelle QR-Code-Scanner erleichtert das Speichern von Zertifikaten. Auch an eine Papierkorbfunktion für versehentlich gelöschte Nachweise wurde gedacht. Mit der Eventregistrierungs-Funktion kann man sich bei Veranstaltungen oder im Geschäft bequem per QR-Code ein- und auschecken. Selbst auf Reisen ins europäische Ausland funktioniert die Corona-Warn-App dank des europäischen Gateway-Services. Dieser Dienst sorgt durch die Vernetzung einzelner dezentraler Systeme dafür, dass zahlreiche europäische Warn-Apps auch über Grenzen hinweg reibungslos funktionieren.

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Vertrauen ist das wichtigste Gut

Die Kontaktnachverfolgung durch die Corona-Warn-App via Bluetooth ist pseudonymisiert auf Grundlage der höchsten Datenschutzstandards. Um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in diese neue Technik zu stärken, wurde von Beginn an ein Daten-sparsamer und dezentraler Ansatz basierend auf dem Prinzip der Freiwilligkeit verfolgt. Die App wurde deshalb als sogenanntes Open-Source-Projekt entwickelt, wodurch Software und Quellcode transparent und jederzeit nachprüfbar sind. Anregungen oder Kritik aus der digitalen Community wurden stets berücksichtigt und führten zu kontinuierlichen Verbesserungen (Grafiken: Bundesregierung – CWA – 2022-01-10).

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