Sonntag, 13. Juni 2021
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Danish Bake Holding: will 40 neue Filialen eröffnen

Kopenhagen / DK. (eb) Die Gruppe hinter der Bäckereikette Lagkagehuset AS, die Danish Bake Holding ApS, will Vollgas geben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren mehr als 40 neue Filialen zu eröffnen. Laut Jason Cotta, CEO von Danish Bake, wird der Fokus vor allem auf der Expansion in London und New York liegen. Doch auch in Dänemark soll es weitere Filialen geben.

Cotta: «Wir haben natürlich die Auswirkungen von Covid-19 im Pandemie-Jahr 2020 gespürt. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass es nach Covid-19 noch viel Potenzial gibt, das wir freisetzen können. Wir haben einige finanzstarke Anteilseigner und Finanzpartner, die fest an das Unternehmen und an uns glauben. Deshalb suchen wir jetzt nach Möglichkeiten, in London, New York und Dänemark weiter zu expandieren.»

Er spricht über die Wachstumspläne zu einer Zeit, in der Danish Bake gerade den Jahresabschluss 2020 veröffentlicht hat. Demnach war 2020 ein herausforderndes Jahr für die Gruppe, die Lagkagehuset in Dänemark sowie international 17 Bäckereien in London und New York unter der Marke «Ole + Steen» betreibt. Obwohl die Covid-Jahre 2020 und 2021 herausfordernd sind, wird die Gruppe hinter Lagkagehuset in diesem Zeitraum mehr als 15 Filialen eröffnen.

Die Unternehmen der Danish Bake Holding verzeichneten 2020 einen Umsatzrückgang von fast 20 Prozent auf 933 Millionen Dänische Kronen (125,46 Millionen Euro). Das Minus führte zu einem Rückgang des Ergebnisses (Ebitda vor Sondereinflüssen) von 146 Millionen DKK (19,63 Millionen Euro) in 2019 auf 36 Millionen DKK (4,84 Millionen Euro) in 2020. Alle Beträge werden gemäß den IFRS-Rechnungslegungsstandards angegeben. Im Zusammenhang mit Covid-19 bedeutete eine schnelle Reaktion des Unternehmens, dass fast alle 103 Filialen in Dänemark geöffnet bleiben konnten und dauerhaft nur zehn bis 13 Bäckereien geschlossen bleiben mussten. Die Schließungen in London und New York waren einschneidender. Doch auch dort konnten die meisten Arbeitsplätze erhalten bleiben, so dass die Zahl der Vollzeitäquivalente 2020 nur um 38 Personen auf 1’298 Mitarbeitende sank.

«Ich bin stolz auf den Einsatz und die Flexibilität, die unsere vielen Mitarbeitenden auf allen Ebenen des Konzerns gezeigt haben. Sie sind unsere größte Stärke, und ich freue mich, dass wir Covid-19 so begegnen konnten, dass wir jetzt tatsächlich nach vorne schauen und neues Wachstum vorantreiben können. Darauf können wir stolz sein», sagt Jason Cotta.

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Der Konzern Danish Bake hat die Pandemie auch genutzt, um einen neuen strategischen Plan zu entwerfen, der die Art und Weise, wie die einzelnen Filialen geführt werden, verändern wird und den Mitarbeitenden mehr Raum gibt, um mehr Zeit mit den Kunden zu verbringen und besseren Service zu bieten. Der Fokus auf die Digitalisierung und Kundenbindung wird verstärkt, sowohl über die Lagkagehus-App als auch vor Ort in den Bäckereien. Dies hat zu einem signifikanten Anstieg der Stammkunden und einem höheren Umsatz über Click + Collect geführt.

Die Gruppe konzentriert sich zudem auf die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Dies geschieht sowohl dadurch, dass ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen überschüssige Produkte erhalten, als auch durch die Wiederverwertung bestimmter Produkte, zum Beispiel zu Roggenbrotchips oder Roggenmüsli, sowie durch die Verwendung überschüssiger Produkte zur Herstellung von Biokraftstoff. Darüber hinaus hat Lagkagehuset eine Partnerschaft mit Too Good To Go in Dänemark und New York geschlossen, wodurch jährlich rund eine Million Brote und Kuchen eingespart werden sollen. Die Partnerschaft mit Too Good To Go soll noch in diesem Jahr auf London ausgeweitet werden. Außerdem wird ein neues Bestellsystem eingeführt, das einerseits eine große Produktauswahl in den Filialen und andererseits eine Reduzierung der Verschwendung gewährleisten soll (TitelFoto: pixabay.com – TextFoto: Danish Bake Holding).