Dienstag, 18. Juni 2024
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DBV: Bauern hoffen auf zügige Wiederaufnahme der Ernte

Berlin. (dbv) Deutschlands Bauern wollen ihre Gerstenernte einholen. Nach dem frühen Start mussten die Arbeiten allerdings in vielen Regionen wegen Hagel und Starkregen unterbrochen werden. Angesichts der letzten Wetterprognosen hoffen die Landwirte jetzt auf eine Wiederaufnahme der Ernte. Denn nur Trockenheit und Sonnenschein ermöglichen ein abschließendes Abreifen der Bestände und den erneuten Mähdreschereinsatz, schreibt der Deutsche Bauernverband (DBV). Die bisher geernteten Flächen an Wintergerste variieren regional relativ stark. Insgesamt beträgt die Anbaufläche 1,24 Millionen Hektar – plus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter Annahme eines durchschnittlichen Ertrages von 72 Dezitonnen pro Hektar kämen insgesamt 8,9 Millionen Tonnen Wintergerste zusammen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Neben den unbeständigen Erntebedingungen gestalte sich auch die aktuelle Marktentwicklung kritisch, schreibt der DBV. Der Druck auf die Erzeugerpreise sei weiter gestiegen. Mit Blick auf Winterraps und Winterweizen bereiteten je nach Region Hagel, Starkregen und Sturm große Sorgen. Getreideähren seien vielfach abgeknickt und die Bestände lägen auf dem Boden, seien «ins Lager gegangen», wodurch die Gefahr von Ertragsverlusten und Auswuchs steigt. Mancher Bestand von Winterraps und Winterweizen sei deshalb von Durchwuchs bedroht. Besonders bei Winterweizen drohten Qualitätsverluste. Jedoch hat erst in einzelnen Regionen die Ernte von Winterraps und Winterweizen begonnen, so dass die vereinzelten Druschergebnissen noch keine bundesweiten Aussagen zulassen.