Donnerstag, 1. Dezember 2022
Deutsch Englisch

Dehoga: sieht dramatische Einbußen im Gastgewerbe

Berlin. (db) Im Gastgewerbe bleiben angesichts der Wirtschaftskrise viele Betten und Tische leer. 54,5 Prozent der Hoteliers setzten im zurückliegenden Winterhalbjahr weniger um als im Vorjahreszeitraum, heißt es im aktuellen Branchenbericht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband). Auch die Gastronomie leidet unter rückläufigen Gästezahlen und sinkenden Pro-Kopf-Umsätzen. Hier berichten 58,6 Prozent der Gastwirte von Umsatzeinbußen. «Als sehr konjunktursensible Branche trifft uns die Krise besonders hart. 100.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel», sagt Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Wichtiger denn je sei daher die Senkung der Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe von 19 auf sieben Prozent. Die stärksten Umsatzrückgänge verzeichneten die Betriebe, die maßgeblich von Geschäftsreisen und Firmenveranstaltungen abhängig sind. «Hoffnungsträger unserer Branche ist der Ferien- und Ausflugstourismus», sagt Fischer. Die Ergebnisse der Dehoga-Konjunkturumfrage unter 4.000 Hoteliers und Gastronomen bestätigen die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Umsatzzahlen für das erste Quartal 2009. Danach setzte das Gastgewerbe von Januar bis März 2009 nominal 4,7 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Real schlug ein Minus von 6,9 Prozent zu Buche. Das seien die schlechtesten Quartalszahlen seit 2003, heißt es aus Berlin.
Info:

backnetz:eu
Nach oben