Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Destatis: Süßkirschenernte top, Sauerkirschenernte flop

Wiesbaden. (destatis) Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) steht 2009 einer guten Süßkirschenernte von 36.500 Tonnen eine im langjährigen Vergleich unterdurchschnittliche Sauerkirschenernte von knapp 26.000 Tonnen gegenüber. Nach ersten Schätzungen werden im Vergleich zu 2008 sowohl die Erntemengen von Süßkirschen als auch von Sauerkirschen deutlich steigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in 2008 bei beiden die niedrigsten Erntemengen seit einem Jahrzehnt erzielt wurden. Während es 2008 vermehrt zu Frostschäden in der Blütezeit kam, war der Witterungsverlauf 2009 günstiger. Die erwartete Erntemenge von 36.500 Tonnen Süßkirschen liegt gut neun Prozent über dem Mittel der letzten zehn Jahre; damit wäre der durchschnittliche Ertrag von 67 Dezitonnen pro Hektar der höchste seit der Umstellung der Ernteermittlung (2005). Die erwartete Sauerkirschenernte von 26.000 Tonnen wird das Mittel der letzten zehn Jahre bundesweit um 16 Prozent unterschreiten, was unter anderem auf die in dieser Zeit um fast ein Drittel reduzierte Anbaufläche zurückzuführen ist. Süßkirschen werden bundesweit auf einer Fläche von 5.400 Hektar angebaut, wobei sich der Schwerpunkt des Süßkirschenanbaus mit 39 Prozent der Anbauflächen (gut 2.100 Hektar) in Baden-Württemberg befindet. Sauerkirschen wachsen bundesweit auf einer Fläche von gut 3.200 Hektar. Hier stellen die Bundesländer Rheinland-Pfalz mit 830 Hektar, Sachsen mit 790 Hektar und Thüringen mit 500 Hektar die wichtigsten Anbauregionen.

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