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Deutscher Kaffeemarkt 2019 erneut gewachsen

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Hamburg. (kv) Auch im Wirtschaftsjahr 2019 wuchs der bundesdeutsche Kaffeemarkt und präsentierte sich damit weiter auf einem sehr hohen Niveau, berichtet der Deutsche Kaffeeverband. Dabei konnte besonders das Segment «Ganze Bohne» zulegen. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum stieg von 164 auf 166 Liter. Kaffee bleibt demnach weiter das beliebteste Getränk in Deutschland, noch vor Mineral- und Heilwasser (142 Liter). Der Appetit auf Kaffee blieb auch im ersten Tertial 2020 ungebrochen. In März und April stieg der Kaffeekonsum in Deutschland sogar um rund drei Prozent im Vergleich zum ersten Tertial 2019.

Röstkaffeemarkt 2019: Eine Milliarde Tassen mehr getrunken

2019 stieg der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland von 164 auf 166 Liter. Das entspricht rund einer Milliarde Tassen Kaffee, die mehr getrunken wurden. Dieser Anstieg ist besonders auf das Segment «Ganze Bohne» zurückzuführen. Ganze Bohnen, die vorrangig in Kaffeevollautomaten oder Siebträgermaschinen eingesetzt werden, wuchsen um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wachstum auch im März und April 2020 zu verzeichnen

Der positive Trend auf dem Röstkaffeemarkt setzte sich auch in den ersten Wochen der Corona-Pandemie fort. Im März und April 2020 stieg der Kaffeekonsum um rund drei Prozent. Eine Entwicklung, die umso beachtlicher ist, da der Außer-Haus-Konsum im gleichen Zeitraum signifikant eingebrochen ist. Insgesamt ging der Kaffeekonsum in Cafés, Coffeeshops und Restaurants um rund 76 Prozent zurück. Selbst in Bäckereien, die weiter geöffnet bleiben durften, schrumpfte der Kaffeeausschank um 17 Prozent.

Im Gegensatz dazu wuchs aber der Kaffeekonsum zu Hause: Hier konnte ein Plus von 20 Prozent verzeichnet werden. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands, stellt fest: «Es zeigt sich gerade auch in der Krise, dass Kaffee in jeder Hinsicht das Lieblingsgetränk der Konsumenten ist. Das hohe Niveau des Kaffeekonsums besteht auch dann, wenn die gewohnten Konsumorte geschlossen sind. Der Konsument trinkt weiterhin Kaffee – zur Not einfach woanders. Man kann die Kategorie Kaffee daher als krisenfest bezeichnen.»

Die 20 Prozent Wachstum zu Hause setzen sich unter anderem aus einer intensiveren Nutzung folgender Zubereitungsarten zusammen:

  • die Nutzung von Kaffeevollautomaten stieg um 10 Prozent
  • Filterkaffee legte um 3 Prozent zu
  • löslicher Kaffee wuchs um 1,6 Prozent
  • Kaffeepads und -kapseln legten leicht um 1,2 Prozent zu

Ausblick 2020

Wie sich das Jahr 2020 weiter entwickeln wird, ist aktuell schwer zu beurteilen. Die Politik hat die Kaffeebranche als systemrelevant(1) beurteilt, das heißt Kaffee darf weiter geröstet und verkauft werden. Holger Preibisch: «Wir blicken positiv in die Zukunft. Kaffee war vor der Krise das Lieblingsgetränk in Deutschland, Kaffee ist in der Corona-Zeit das Lieblingsgetränk geblieben. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass Kaffee auch nach der Krise gern und mit Genuss konsumiert wird.»

(1) Anmerkung der Redaktion: Wir kennen kaum noch eine Branche, die nicht als systemrelevant eingestuft wurde. Bundesministerin Julia Klöckner hat neulich noch nachträglich die Biene als systemrelevant eingestuft – eine gute Entscheidung. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern ging zu Ostern noch einen Schritt weiter und stufte sowohl den Osterhasen als auch die Zahnfee als systemrelevant ein. Damit kam sie zu Beginn des Lockdowns besonders den Kindern entgegen, die sich vor Ostern sehr um den Osterhasen gesorgt hatten (Foto: pixabay.com).