Donnerstag, 1. Dezember 2022
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DFV: Franchise-Verband setzt Subway vor die Tür

Köln. (wib) «Subway Deutschland will sich bessern» verspricht die US-amerikanische Schnellkost-Kette schon seit mehreren Jahren – genau genommen seit März 2007. Auslöser war damals eine Zufriedenheitsstudie, in der sich nur 43 Prozent der Franchisenehmer zufrieden geäußert hatten; mit dem Erfolg der eigenen Filiale sogar nur 36 Prozent (siehe WebBaecker 12/2007). Im Mai 2008 war es am «Wirtschaftsblatt» das verzwickte System aufzudecken, über das deutsche Franchisenehmer in den Konzern eingebunden sind (siehe WebBaecker 19/2008). Der unmissverständliche Vorwurf: Subway sei «ein reines Inkassobüro», das in Zeiten von Hartz IV und rückläufigen Reallöhnen immer wieder arme Teufel oder mit Blindheit geschlagene Idealisten fände, die sich in ein unternehmerisches Abenteuer stürzten, in dem sie den Kürzeren ziehen müssten. Nachdem der Deutsche Franchise-Verband (DFV) der Sandwichkette zweimal in Folge die Vollmitgliedschaft verweigert hatte, nahm der Verband die Kette 2008 unter der Bedingung auf, dass innerhalb eines halben Jahres eine neue Zufriedenheitsbefragung unter den Franchisenehmern durchgeführt werden müsse – mit tunlichst besserem Ergebnis. «Diese Bedingung ist nicht erfüllt worden», sagte DFV-Geschäftsführer Torben Leif Brodersen jetzt gegenüber der Wirtschaftswoche. Die Konsequenz: Subway Deutschland ist mit sofortiger Wirkung aus dem DFV ausgeschlossen worden. Eine Subway-Sprecherin bedauert diese Entscheidung und kündigt ein umfassendes Maßnahmenpaket an. Weltweit zählt Subway rund 31.700 Filialen; davon in Deutschland etwa 760 Standorte.

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