Sonntag, 13. Juni 2021
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20190123-BOHNEN-WIKIPEDIA

Die Ackerbohne: Protein-Kick für Ihr bestes Brot

Bremerhaven. (eb) Wem Soja schon immer suspekt war und Lupinen noch nicht geheuer, der versucht sich vielleicht an der Rheinischen Ackerbohne. Die ist nämlich weit mehr als nur eine Futterpflanze fürs liebe Vieh. Die Idee ist nicht neu und die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt noch an die «dicken Bohnen» der Kindheit, ob mit oder ohne Speck, auf jeden Fall mit Butterstulle.

Die europäische Küche verfügt über eine reichhaltige Leguminosen-Kultur. Doch es wäre zu kurz gegriffen, an die traditionelle Vielfalt zu erinnern, die sich auch hierzulande aus Erbsen, Bohnen und Linsen zweifellos ergibt. Längst hat sich die Lebensweise verändert und mit ihr die Rezepte, nach denen wir kochen und backen. Zunehmend fragen wir uns, was wir essen und woher die Lebensmittel kommen, die wir verarbeiten und verzehren. Ob die weltweiten Warenströme, die sich auf unseren Tellern abbilden, der richtige Weg sein können. Ob die zunehmende Trennung von Produktion und Konsum nicht ein diffuses Unwohlsein befördert. Ob es nicht eine Nummer kleiner geht mit regionalem Bezug. Mit Zutaten, die wir kennen. Zu denen wir eine Bindung aufbauen können: Zutaten, die in gewisser Weise auch Identität stiften.

Damit sind wir wieder bei der Ackerbohne, die direkt vor unserer Nase wächst. Die über viele wertvolle Inhaltsstoffe verfügt und sich auch zum Brotbacken eignet. Die Bemühungen zur Reaktivierung sind zwar nicht neu. Doch in Zeiten wie diesen reflektieren wir nicht nur über Ernährungsweisen und den Wandel im Handel. Wir denken auch über Entwicklungen nach, die wir als Produzenten wie Konsumenten lenken können. Die pflanzliche Ernährung ist nicht mehr nur exotisch, sondern eine Stellungnahme.

Insgesamt kommen die gegenwärtigen Einflüsse rund um die Pandemie den backenden Branchen sehr entgegen. Der überwiegende Teil der Sortimente ist traditionell vegan – worauf man dezent hinweisen könnte. Zusätzlich ergibt sich die Chance, Kunden bei ihrem diffusen Unwohlsein, der Sehnsucht nach regionalen Bezug oder/und dem starken Wunsch abzuholen, sich was Gutes zu gönnen – auch ohne schlechtes Gewissen. Ein gutes Brot ist hierfür nicht die schlechteste Grundlage.

Enthält es noch dazu natürliche Zutaten mit Signalwirkung (wie zum Beispiel Ackerbohnen …), kann es die intuitive Antwort auf diffuse Verbraucherfragen sein und zum Kauf einladen.

Nachtrag: Noch mehr Argumente «pro Leguminosen» hat Uniferm aus Werne rund um seine neue KornPur Basismischung gesammelt. Klicken Sie mal rein (TitelFoto: wikipedia.de – TextFoto: Uniferm).

20210510-UNIFERM.