Freitag, 14. August 2020
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Digitale Agenda: HDE fordert praktikablen Datenschutz

Berlin. (hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert im Rahmen der letzte Woche von der Bundesregierung vorgestellten digitalen Agenda einen praktikablen Datenschutz ein. «Der Handel braucht klare und transparente Datenschutzregelungen. Nur so bleibt das Vertrauen der Kunden in den Online-Handel erhalten», sagt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Gleichzeitig müsse der Datenschutz aber immer auch umsetzbar für die Unternehmen bleiben. So dürfe zum Beispiel die Forderung der Bundesregierung nach Daten-Autonomie nicht dazu führen, dass es Händlern in der Praxis unmöglich gemacht werde, ihre Kunden zu beliefern. «Als Online-Händler ist es schlichtweg nicht möglich, Aufträge zu bearbeiten, ohne Daten weitergeben zu dürfen». Bei der Durchführung des Kaufvertrags, zum Beispiel bei der Lieferung oder bei der Abwicklung von Retouren, müssten Daten an andere Unternehmen auch ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen weitergegeben werden dürfen. Sonst könne das Produkt nicht zum Kunden gelangen. Tromp: «Hat die digitale Agenda die Ausschöpfung der Potenziale der Digitalisierung zum Ziel, dann darf sie nicht diejenigen behindern, die – wie der Online-Handel – diese Potenziale bereits nutzen».