Donnerstag, 1. Dezember 2022
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DLG: Spitzenbetriebe erhielten Bundesehrenpreis

Berlin. (dlg) Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat die jeweils zwölf besten Unternehmen der deutschen Back- und Fleischwarenbranche mit den Bundesehrenpreisen ausgezeichnet. Die Siegerehrung der Spitzenbetriebe fand im Berliner Opernpalais Unter den Linden statt. In feierlichem Rahmen überreichte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer, die Medaillen und Urkunden. Der Bundesehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die Unternehmen der deutschen Back- und Fleischwarenbranche erreichen können. Die Preisträger haben bei den Qualitätsprüfungen in 2008 des DLG-Testzentrums Lebensmittel die besten Gesamtergebnisse in vergleichbaren Betriebsgrößen erzielt.

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Gruppenfoto: Die Bundesehrenpreisträger 2009 der Backwarenbranche.
Quelle: DLG – zum Vergrößern bitte klicken.

Vorzeigebetriebe der deutschen Ernährungswirtschaft

«Mit dem Bundesehrenpreis empfehlen sich die Preisträger als herausragende Spitzenbetriebe Deutschlands, die in Fragen der Qualität und des Genusses richtungsweisende Impulsgeber für ihre Branchen sind», lobte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer die ausgezeichneten Unternehmen. «Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Zukunft aktiv zu gestalten», sagte Bartmer. Denn die Bundesehrenpreisträger seien leistungsstarke Vorzeigebetriebe, die deutlich machten, wie es auch während einer Rezession möglich sei, mit Ideen, Strategien und Produkten die Basis für einen nachhaltigen Erfolg zu legen. Entscheidend sei dabei, dass Trends und Chancen rechtzeitig erkannt würden. Der DLG-Präsident erklärte, «dass Unternehmen, die wie die Bundesehrenpreisträger immer wieder aufs Neue die Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten hinterfragen, für die Zukunft gut aufgestellt sind». Die Märkte werden nach den Worten Bartmers von einem neuen, wesentlich stärkeren Werte- und Authentizitätsbedürfnis der Verbraucher erfasst werden. Er zeigte sich davon überzeugt, dass der bewusste Konsum von Lebensmitteln zunehmend in den Mittelpunkt des Konsumenteninteresses rücken werde: «Verbraucher wollen auf der Basis eines Grundvertrauens mit Genuss und gutem Gewissen essen». Glaubwürdigkeit entwickelt sich deshalb seiner Überzeugung nach erneut zu einem der wichtigsten Merkmale für die Märkte von morgen. DLG-Präsident Bartmer ermutigte die Preisträger, aktiv ihre aussagekräftige Auszeichnung zu kommunizieren: «Nichts unterstreicht die Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens mehr als ein Bundesehrenpreis. Dieser ist die objektive Bestätigung für eine herausragende Qualitätsleistung. Denn die DLG-Tests gelten als höchster europäischer Prüfstand bei Lebensmitteln».

Made in Germany ist gefragt

Staatssekretär Dr. Gerd Müller unterstrich ebenfalls die große Bedeutung der Bundesehrenpreise für die deutsche Ernährungsbranche. Sie werden mittlerweile in den Bereichen Fleisch- und Wursterzeugnisse, Backwaren, Molkereiprodukte, Fruchtsaft und Wein vergeben. «Mit der Verleihung werden das hohe Qualitätsprofil deutscher Lebensmittel gestärkt und die Spitzenposition der ausgezeichneten Unternehmen im internationalen Vergleich weiter gefördert. Denn die Bundesehrenpreise rücken das fachliche Können, das hohe Qualitätsstreben und die regionale Vielfalt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses». Das Zeichen «Made in Germany» genieße im Ausland sehr hohe Reputation. «Diesen Ruf gilt es zu pflegen und weiterzutragen», sagte Müller.

Der Staatssekretär ging in seinem Grußwort auch auf die aktuellen Diskussionen um die Lebensmittelpreise ein. Die Gesellschaft werde sich angesichts der Knappheiten auf den Märkten der Bedeutung hochwertiger Lebensmittel immer stärker bewusst. Zugleich plädierte er für «Qualitätsprodukte zu vernünftigen Preisen».

Keine Ampelkennzeichnung

Zum Abschluss der Preisverleihung dankte im Namen aller Preisträger Burkhard Kallenbach, Geschäftsführer der Kaufland Fleischwaren SB GmbH + Co. KG, für die Ehrung. Er sieht in dieser hohen Auszeichnung die Qualitätsphilosophie aller Preisträger bestätigt. «Das ermutigt, auch weiterhin auf Qualität zu setzen». Für Kallenbach bleibt Spitzenqualität auch künftig der entscheidende Wettbewerbsfaktor. Er sprach sich gegen eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln aus. Mündige Verbraucher könnten selber entscheiden, was gut oder schlecht für sie sei. Die Bundesehrenpreise stünden für beste Qualität und höchste Maßstäbe bei der Produktentwicklung, sie stärkten damit den kulinarischen Genuss-Standort Deutschland. «Und darauf sind wir stolz», sagte Kallenbach abschließend.

Bundesehrenpreisträger 2009 Backwaren – die Preisträger

Gruppe 1: 01 bis 15 Vollarbeitskräfte in der Produktion
  • Bäcker Thonke GmbH in 14712 Rathenow; 2 X (Bronze)
  • Bäckerei Reis, Inhaber Hans Majeron in 81479 München; 8 X (Silber)
  • Karl-Otto Werz Naturkornmühle GmbH u. Co. KG in 89522 Heidenheim-Mergelstetten; 10 X (Silber)

Gruppe 2: 16 bis 99 Vollarbeitskräfte in der Produktion

  • Bäckerei Brinker GmbH in 44628 Herne; 4 X (Bronze)
  • Konditorei Brüder Oebel GmbH in 51103 Köln-Höhenberg; 16 X (Gold)
  • Privat Bäckerei Martin Wimmer in 80939 München; 11 X (Gold)

Gruppe 3: 100 bis 299 Vollarbeitskräfte in der Produktion

  • Harry-Brot GmbH, Betrieb Hannover in 30453 Hannover; 24 X (Gold)
  • Biebelhausener Mühle GmbH + Co. KG; in 54441 Ayl-Biebelhausen 8 X (Silber)
  • Hiestand Deutschland GmbH in 97447 Gerolzhofen; 9 X (Silber)

Gruppe 4: 300 und mehr Vollarbeitskräfte in der Produktion

  • Kronenbrot KG Franz Mainz in 52146 Würselen; 24 X (Gold)
  • Kuchenmeister GmbH in 59494 Soest; 1 X (Bronze)
  • Müller-Brot GmbH in 85375 Neufahrn; 5 X (Bronze)

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