Dienstag, 4. Oktober 2022
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Dresden: Stollenbäcker starten in die Saison

Dresden. (sds) Der Countdown läuft. Die Backöfen sind schon vorgeheizt. Ganz traditionell beginnt die Hauptsaison der Dresdner Stollenbäcker nach dem Reformationstag (31. Oktober). Neben dem Backen, Buttern und Puderzuckern gehen die Stollenexperten des Schutzverbands Dresdner Stollen (SDS) vor allem auch mit einem Ziel an den Start: das Handwerk und die einmalige Backtradition erlebbar zu machen und so zu erhalten. Davon überzeugen sich heute in Dresden sogar August der Starke (alias Klaus-Dietmar Matthes) und sein kurfürstlicher Hofbäckermeister Zacharias (Andreas Höffken). Gemeinsam mit einigen Dresdner Stollenbäckern stimmen sie sich vor Dresdens Wahrzeichen, der Frauenkirche, auf die kommenden Wochen ein.

Als Inhaber der Gemeinschaftsmarke «Dresdner Christstollen» und Interessensvertreter der 125 Dresdner Stollenbäcker in Dresden und Umgebung setzt der Schutzverband Dresdner Stollen (SDS) auch in diesem Jahr mit zahlreichen Aktionen glanzvolle Höhepunkte im Veranstaltungskalender der sächsischen Landeshauptstadt und präsentiert sich über deren Grenzen hinweg als starke Marke. Und das millionenfach: Rund vier Millionen Dresdner Christstollen waren es allein im vergangenen Jahr, die als kulinarische Weihnachtsboten in der Landeshauptstadt über die Theken und weltweit in den Online-Versand gingen.

«Hier in Dresden gelingt Einmaliges: Seit vielen Jahren schon machen wir unser Traditionsgebäck über den kulinarischen Genuss hinweg zum Erlebnis und schaffen so vor allem auch zahlreiche Anlässe, Dresden in der Vorweihnachtszeit zu besuchen», so Henry Mueller, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. «Das ist, wie ich finde, außergewöhnlich und einzig deshalb möglich, weil die Stollenbäcker neben ihren verantwortungsvollen Aufgaben als Unternehmer und Arbeitnehmer sich mit so viel Leidenschaft und Engagement einbringen – ehrenamtlich und zusätzlich zum arbeitsreichen Job in den Backstuben und Konditoreien.»

Erleben, probieren, genießen: Von Öffentlicher Stollenprüfung bis zum Dresdner Stollenfest. Wie die hohe Qualität des Dresdner Christstollens sichergestellt wird, das zeigen die Verbandsmitglieder am 10. November 2017 in der Altmarkt-Galerie Dresden. Bei der Öffentlichen Stollenprüfung (11-18 Uhr) werden die Gebäcke auf Krume und Rosine geprüft. Das unabhängige Gremium lässt sich dabei einen Tag lang über die Schulter schauen und erklärt, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit ein Stollen mit dem goldenen Stollensiegel ausgezeichnet und dann als Dresdner Christstollen verkauft werden darf. Neben all dem Genuss gibt es an diesem Tag auch etwas fürs Herz: Das Dresdner Stollenmädchen wird bei ihrem ersten offiziellen Auftritt die Jury unterstützen.

Das gibt es nur in Dresden: Hereinspaziert in den weltgrößten begehbaren Stollenkarton! Ab dem 20. November 2017 ist ein gigantischer Stollenkarton in der Centrum Galerie inmitten der Dresdner Innenstadt Anlaufpunkt für Stollenfans aus aller Welt. Wie kam der Riesenstollen aufs Stollenfest? Wie viele Rosinen stecken in ihm? Was macht eigentlich ein Stollenmädchen? Der riesige Stollenkarton verrät es. Im Inneren des sechs Meter langen, drei Meter hohen und zwei Meter breiten Kolosses verbirgt sich eine Ausstellung rund um das beliebteste Dresdner Gebäck.

Und auch, wenn ab 29. November 2017 der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, der Striezelmarkt, seine Gäste begrüßt, sind die Stollenbäcker dabei. Schließlich gab das Gebäck – der Striezel – dem Markt einst seinen Namen. Zur offiziellen Eröffnung mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert und dem Striezelmarkt-Ensemble wird ein 2017 Millimeter langer Dresdner Stollen angeschnitten. Während der gesamten Striezelmarkt-Zeit lassen sich die Bäcker und Konditoren des Schutzverbandes in der Schaubackstube auf die Hände und in die Öfen schauen. Geöffnet ist vom 29. November bis 24. Dezember 2017, täglich von 10-21 Uhr. Und auch für Plätzchenfans und Mini-Bäcker hat der Verband das passende Angebot: In der Weihnachtsbackstube können kleine und große Kinder kneten, ausrollen und ausstechen, was das Zeug hält und für einen Unkostenbeitrag von 5 Euro pro Tüte ihre gebackenen und verzierten Werke auch mit nach Hause nehmen.

Und spätestens nach dem Zuschauen und Probieren ist auch der letzte Gast ein echter Stollenfan. So wie es die Zehntausenden sind, die alljährlich am Samstag vor dem zweiten Advent zum Dresdner Stollenfest strömen (9. Dezember 2017). Das Fest für den Dresdner Stollen mit Hunderten Bäckern und Konditoren, einem mehrere Tonnen schweren Riesenstollen und buntem Festumzug ist das Highlight des vorweihnachtlichen Dresdens. Der riesige Striezel wird auf dem Striezelmarkt von der Schirmherrin des Festes, dem Dresdner Stollenmädchen, angeschnitten und für einen guten Zweck verkauft (6 Euro pro 500 Gramm).

Wem das noch nicht Stollenerlebnis genug ist, der schreibt sich einfach selber in einem Stollenseminar ein: In zahlreichen Erlebnisbäckereien kann man unter fachkundiger Anleitung selbst zur Tat schreiten – und das ganz sicher mit einem köstlichen Ergebnis. Auf der Website des Verbandes erfahren Interessierte, wo man selber backen kann.

Digital, zum Blättern, an anderen Orten. Neue Website, neues Markenmagazin, neue Werbeflächen. Doch nicht nur in der Stadt direkt machen die Stollenbäcker auf ihre Marke Dresdner Stollen aufmerksam. Geschmackvoll und emotional präsentiert sich auch die neue Website dresdnerstollen.com mit zahlreichen Stollen-Impressionen und noch mehr spannenden Informationen rund um das Weihnachtsgebäck.

Mit der nunmehr dritten Ausgabe des Markenmagazins «Dresdner Christstollen» geben die Mitglieder des Verbandes ihren Kunden neben dem Dresdner Christstollen ein weiteres hochwertiges Produkt mit an die Hand. Die Publikation in einer Auflage von 50 000 Stück erzählt spannende Geschichten und zeigt die Liebe zum Handwerk. Erhältlich ist sie ab Anfang November in den Mitgliedsbetrieben des Verbandes.

Dass der echte Weihnachtsgenuss in Dresden zuhause ist, das zeigen die Stollenbäcker bereits seit Anfang Oktober und bis Ende Dezember 2017 am Flughafen Nürnberg. Mit einem Augenzwinkern laden sie in Nürnberg Ankommende nach Dresden ein: «Wenn Sie wissen wollen, wie Weihnachten wirklich schmeckt» heißt es da auf einer großen Werbefläche.

«In diesem Sinne kann ich allen Dresdnern und Gästen unserer Stadt nur sagen: Herzlich willkommen! Entdecken Sie die Stollenhauptstadt Dresden», freut sich Henry Mueller (Foto: SDS Michael Schmidt).

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